Erste Digitalkonferenz am Campus Gummersbach der TH Köln mit 650 Teilnehmern

Noch versteckt sich der Roboter vor den Zuhörern im Ferchau-Hörsaal (Bild: Michael Bause / TH Köln)

23.6.2018 – Auf der Konferenz „Digital Xchange Bergisches RheinLand“ diskutierten rund 650 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf dem Campus Gummersbach der Technischen Hochschule Köln über Chancen und Herausforderungen für die Region.

In mehr als 100 Vorträgen und Workshops beschäftigten sich Referenten und Zuhörer mit einer breiten Palette von Themen, dazu gehörten natürlich auch die Datenschutzgrundverordnung, Datensicherheit in der Cloud, App-Entwicklung, Unternehmensführung mit Digitalisierung, aber auch Kryptowährungen, die ethische Komponente der Digitalisierung oder Gesundheitswesen. Neben der IT-Beratung Opitz Consulting Deutschland präsentierten Unternehmen wie eine Event-Agentur, ein Logistik-Spezialist, ein Versicherungskonzern oder ein Energieversorger ihre Konzepte. An Ständen in der Eingangshalle stellten Unternehmen ihre digitalen Produkte vor, darunter auch der humanoide Roboter „Pepper“ der Firma „Humanizing technologies“, der bei der Verleihung des Opitz-Innovationspreises an diesem Tag die Rolle des Kommentators übernahm. Zur Betreuung der zahlreichen Referenten, aber auch für die Werbung im Vorfeld hatte Prof. Dr. Stefan Bente vom Institut Informatik ein Studierendenteam mit 25 Teilnehmern zusammengestellt. Prof. Bente wirkte auch bei der Vorbereitung der Konferenz im Programmkomitee mit.

Erster Redner im großen Hörsaal des Campus Gummersbach war der NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, er war allerdings nur digital zugegen, passend zum Thema der Konferenz. Im eingespielten Video erfuhren die Zuhörer, wie sein Ministerium die Digitalisierung unterstützt: vor allem durch Förderung des Breitbandausbaus in der Fläche. Pinkwart prognostizierte eine Umkehr der Landflucht, wenn die Internetverbindungen auf dem Lande erst den Möglichkeiten der Großstädte entsprechen. Auf den Minister folgte der TH-Präsident Prof. Dr. Stefan Herzig mit seiner Begrüßung, er zeigte sich beeindruckt von der offensichtlichen Anziehungskraft der hochkarätig besetzten Veranstaltung. Der Gummersbacher Campus bewähre sich, so Herzig, einmal mehr als „Projektlabor“, in dem neue Formate erdacht und getestet werden.

Dem TH-Präsidenten folgten der Geschäftsführer der Regionale 2025, Dr. Reimar Molitor, und die Landräte der drei beteiligten Kreise Oberberg, Rhein-Berg und Rhein-Sieg mit ihren Grußworten. NRW-Justizminister Peter Biesenbach schilderte die Gefahren der Cyber-Kriminalität und erläuterte, wie sein Ministerium sie unter anderem bekämpft: Mit der „Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW“ (ZAC), in der spezialisierte Staatsanwälte auch Verbrecher im sogenannten „Darknet“ aufspüren. 

Den Rahmen der Konferenz nutzte Bernhard Opitz, Geschäftsführer des Hauptsponsors Opitz Consulting Deutschland, um für ein neues Projekt zu werben: das „Innovation Hub“ auf dem Steinmüllergelände. Hier sollen auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern in Zukunft Mitglieder der TH und regionale Unternehmen gemeinsam Produkte und Verfahren entwickeln. Für den Aufbau des Zentrums wird es voraussichtlich Fördermittel der Regionale 2025 geben, ansonsten sollen die beteiligten Firmen selbst die Finanzierung für den Betrieb des neuen Entwicklungszentrums übernehmen, mit jährlichen Beiträgen bis zu 25.000 Euro.

Insgesamt war die Resonanz der beteiligten Politiker und Unternehmen, aber auch der zahlreichen Zuhörer bei den Vorträgen sehr positiv. Alle Partner waren sich am Ende des Tages einig, dass die Konferenz im kommenden Jahr wiederholt werden soll.

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