Dritte Interdisziplinäre Projektwoche erfolgreich beendet

Die Siegergruppe und die Jury (Bild: Fachhochschule Köln)

Die Fakultäten für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik, Anlagen, Energie- und Maschinensysteme sowie Kulturwissenschaften haben im Mai 2015 gemeinsam die dritte interdisziplinäre Projektwoche durchgeführt.

Vier Tage lang arbeiteten über 200 Studierende aus den Bachelorstudiengängen Maschinenbau, Rettungsingenieurwesen, Bauingenieurwesen und Integrated Design in 17 Gruppen zum Thema „Inklusion am Standort Deutz“. Die Aufgabenstellung lautete: Erstellen Sie zu diesem Thema einen interdisziplinären Projektantrag. Ziel war die Entwicklung einer Idee für ein Zukunftsprojekt, wobei sich alle in der Gruppe vorhandenen Fachdisziplinen einbringen und Ansätze für weitere Disziplinen benannt werden sollten.

Präsentation der Gruppe 11Präsentation der Gruppe 11 (Bild: Fachhochschule Köln)

Nach einer Einführung am Montagmorgen begannen die Gruppen selbstverantwortlich ihre Arbeit, bei der sie geschulte Tutorinnen und Tutoren begleitet haben. Mitte der Woche stellten die Studierenden Fragen zu ihren Projektanträgen an Expertinnen und Experten, bspw. an Professorinnen und Professoren des Weiterbildungsprogramms „Strategien zur Inklusion“, das vom Zentrum für akademische Qualifikationen und wissenschaftliche Weiterbildung (ZaQwW) angeboten wird, sowie an Dipl.-Päd. Edith Hansmeier, Geschäftsführerin des ZaQwW. Am Freitag präsentierten alle Gruppen im Audimax vor vollen Reihen in drei Minuten ihren Projektantrag und beantworteten anschließend Fragen der Jury.

Die Jury bei der BeratungDie Jury bei der Beratung (Bild: Fachhochschule Köln)

Die Prodekane der drei beteiligten Fakultäten Prof. Dr. Feldhaus, Prof. Dr. Müller und Prof. Wrede kürten den ersten Platz. Die Siegergruppe stellte einen Antrag für ein offenes soziokulturelles Zentrum an der Fachhochschule Köln vor. Die von der Gruppe selbstgestellte Frage, wie die Inklusion an der FH Köln durch ein zentrales, öffentlich zugängliches Angebot verbessert werden kann, beantworteten die Studierenden mit der Konzeption eines Begegnungsortes, der Menschen mit verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen zusammenführen soll. Das Konzept umfasst ein Freizeitangebot, ein Café, Kurse und Workshops sowie ein vielfältiges Hilfsangebot für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund, bspw. Hilfe im Studium und bei Behördengängen sowie Nachhilfe für Schülerinnen und Schüler aus Deutz und Umgebung. Die Studierenden betonen hier die Bereitschaft von sozialem Engagement von Bürgerinnen und Bürgerinnen aus Deutz und von Hochschulangehörigen.

Vom Mitmachtheater über die Entwicklung von Apps und weiteren Hilfsangeboten bis hin zu Konzepten für gemeinsames Wohnen von Studierenden mit Flüchtlingen: Die Studierenden entwickelten eine Fülle von Ideen für mögliche Projekte zum Thema Inklusion. Die Jurymitglieder hoben insbesondere die Vielfalt der Projektansätze hervor, die im technischen und nichttechnischen Bereich und der Verknüpfung beider lagen. Die Herausforderung für die Ingenieursstudierenden bestand u.a. in der Bearbeitung eines Themas, das auf den ersten Blick keinen direkten Bezug zu den technischen Studieninhalten aufweist und der gewünschten Annäherung an den Bereich der sozialen Innovation.

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