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Diskussion zum Stand der Meinungsfreiheit in Deutschland mit Navid Kermani

Navid Kermani (Bild: Julian Baummann)

Die TH Köln lädt in Kooperation mit der Universität zu Köln zu einer Podiumsdiskussion über den Stand der Freiheit der Meinung, des Wortes und der Wissenschaft ein. Zu Gast ist u.a. der Publizist und Schriftsteller Navid Kermani.

Anlässlich des 86. Jahrestages der Kölner Bücherverbrennung diskutieren Gäste aus Medien und Wissenschaft, wie es um das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre steht. Wie wirkt es sich aus, wenn seriöse Forschungsergebnisse als „Fake News“ diffamiert werden? Was geschieht mit dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, wenn sich die öffentliche Diskussion von der Vernunft zur Emotion verschiebt? Als prominenter Gast wird Navid Kermani, Schriftsteller, Publizist und Gewinner des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2015 über diese und weitere Fragen diskutieren

am Mittwoch, 15. Mai 2019, 18.00 Uhr
auf dem Campus Südstadt der TH Köln, Claudiusstr.1, Hörsaal 114.

Zudem sind weitere hochkarätige Gäste wie Prof. Dr. Günter Blamberger, Professor für Neuere Deutsche Literatur der Universität zu Köln, Barbara Massing, Verwaltungsdirektorin der Deutschen Welle und Prof. Dr. Stefan Herzig, Präsident der TH Köln, geladen. Eine historische Einordnung wird Prof. Dr. Habbo Knoch, Historiker der Universität zu Köln, beitragen. Moderiert wird die Veranstaltung vom Wissenschafts- und Bildungsjournalisten Jan-Martin Wiarda.

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Bücherverbrennung 1933“ statt – eine Kooperation der TH Köln mit der Universität zu Köln. Am 17. Mai 1933 ereignete sich vor dem heutigen Hauptgebäude der TH Köln – damals Sitz der „Alten Universität“ – die Kölner Bücherverbrennung. Diese Aktion, die sich wenige Monate nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in nahezu allen Universitätsstädten vollzog, markierte den Beginn der Unterdrückung von Literatur, Kunst und Publizistik. Studenten und Professoren waren an der Nazi-Kampagne „Wider den undeutschen Geist“ aktiv beteiligt. Ihr Ziel: Die „Säuberung“ öffentlicher und privater Bibliotheken von „zersetzendem“ Schrifttum. Die Verfolgung galt jüdischen, marxistischen, pazifistischen und anderen politisch unliebsamen Autorinnen und Autoren.

Die TH Köln bietet Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ein inspirierendes Lern-, Arbeits- und Forschungsumfeld in den Sozial-, Kultur-, Gesellschafts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Zurzeit sind rund 26.000 Studierende in über
90 Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Die TH Köln gestaltet Soziale Innovation – mit diesem Anspruch begegnen wir den Herausforderungen der Gesellschaft. Unser interdisziplinäres Denken und Handeln, unsere regionalen, nationalen und internationalen Aktivitäten machen uns in vielen Bereichen zur geschätzten Kooperationspartnerin und Wegbereiterin. Die TH Köln wurde 1971 als Fachhochschule Köln gegründet und zählt zu den innovativsten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

Die Universität zu Köln ist eine der führenden Forschungsuniversitäten Deutschlands. Im Juni 2012 erhielt sie im Rahmen der dritten Hochschul-Exzellenzinitiative von Bund und Ländern den Exzellenzstatus. Die Universität bietet ihren rund 49.000 Studierenden ein außerordentlich breites und vielfältiges Fächerangebot und ermutigt sie, ihre akademischen Interessen zu verfolgen und sich sowohl intellektuell als auch persönlich zu entwickeln. Ein großes Anliegen ist es, das menschliche Wissen durch Grundlagenforschung voranzutreiben und gleichzeitig die praktische Umsetzung im Alltag zu ermöglichen.

6. Mai 2019

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