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Forschungsschwerpunkt Nonformale Bildung

Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE)
Ubierring 48a, 50678 Köln

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Prof. Dr. Andreas Thimmel

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE)

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„Daten, Zahlen, Fakten. Und jetzt?“ Interpretationsworkshop zeigt Potenziale von iEval

Interpretationsworkshop (Bild: Zugangsstudie)

Am 7. Dezember berieten Träger der Internationalen Jugendarbeit und von Freizeiten, wie ihre Maßnahmen gewinnbringend ausgewertet werden können.

Wodurch zeichnen sich unsere Angebote im Vergleich zu anderen Anbietern aus? Treffen wir mit unserenKonzepten die Bedarfe und Wünsche unserer Zielgruppe? An welchen Stellschrauben können wir drehen, um unseren Teilnehmenden besser gerecht zu werden? Mit welchen Argumenten können wir belegen, dass unsere Arbeit wichtig und förderwürdig ist?

Diese und viele weitere Fragen waren Gegenstand eines Interpretationsworkshops, zu dem der Forschungsschwerpunkt Nonformale Bildung und die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend in NRW am 07. Dezember 2017 nach Schwerte eingeladen hatten. Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, die internationale Jugendbegegnungen, Workcamps, Kinder- und Jugendfreizeiten oder KonfiCamps anbieten, trafen sich zu einem Fachtag, bei dem sich alles um Evaluationsergebnisse und die Möglichkeiten ihrer Verwertung drehte.

Besonders auch Fachkräfte, die sich mit ihren internationalen Jugendbegegnungen oder Workcamps an der Panelstudie im Rahmen der Zugangsstudie beteiligten, hatten die Gelegenheit, sich untereinander und mit den Verantwortlichen von i-EVAL auszutauschen. Nach einem Einstieg, in dem Judith Dubiski und Wolfgang Ilg die Entstehungsgeschichte und Grundgedanken des Evaluations-Tools zusammenfassten und über den aktuellen Stand der Online-Plattform berichteten, wurden die vielfältigen Möglichkeiten zur Datenauswertung vorgestellt, die i-EVAL bietet. Mit dem Tool können Träger sowohl eine einzelne Begegnung als auch all ihre Begegnungen eines Jahres auswerten. Sie können außerdem den übergeordneten Dachorganisationen oder Zentralstellen sowie dem Forschungsteam hinter i-EVAL Einsicht in ihre Ergebnisse gewähren. Zentralstellen können dann die Begegnungen, über die sie von den Trägern Informationen bekommen, übergreifend auswerten. Darüber hinaus können aus den Evaluationsergebnissen Erkenntnisse für die Forschung zu internationalerJugendarbeit gewonnen werden, wie dies im Rahmen der Panelstudie der Fall ist.

In zwei Workshops standen die spezifischen Interessen und Fragen der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Ein Workshop diskutierte anhand realer Daten aus dem Sommer 2017 unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten sowie Weiterentwicklungsbedarfe des Evaluationstools. In den Debatten wurde deutlich, welches Potenzial die erhobenen Daten für die pädagogische Arbeit bieten: „Wie habt ihr eure hohen Partizipationswerte erreicht? Können wir da von euch lernen?“ – Solche Fragen zeigen, wie sich aus „nackten Daten“ rasch konzeptionelle Weiterentwicklungen ergeben können. In einem zweiten Workshop wurde die Evaluation mit i-EVAL in den Gesamtprozess eines Qualitätsmanagements der Träger eingebettet und diskutiert, welche Funktionen Evaluation hierbei haben kann. Dabei ging es sowohl um die interne Perspektive, wie sich aus den Rückmeldungen der Teilnehmenden Schlussfolgerungen für die konzeptionelle und pädagogische Weiterentwicklung ziehen lassen, als auch um Fragen der Beschreibung, Sichtbarmachung und Legitimation der eigenen Arbeit nach außen.

In einer abschließenden Runde zeigten sich die Teilnehmenden beeindruckt von den Möglichkeiten, die i-EVALbietet. Zugleich wurde der Bedarf an weiterem kollegialem Austausch und gemeinsamer Interpretation von Evaluationsdaten betont, welcher durch vergleichbare Veranstaltungen gedeckt werden könnte.

Im Kontext der Panelstudie, die auf einem (noch weiter im Aufbau befindlichen) stabilen Sample von Trägern der internationalen Jugendarbeit beruht, zeigt sich, welchen Gewinn das Evaluationstool auf den unterschiedlichen Ebenen – vor Ort, auf Ebene der Dachorganisationen, für die Fachpolitik und denwissenschaftlichen Erkenntnisgewinn – bietet, zumal wenn ein offener, kollegialer und partizipativer Diskussionsprozess damit verbunden ist. Einen solchen anzuregen und über die Laufzeit der Zugangsstudie hinaus fortzuführen wird eine zentrale Aufgabe im Sinne der Nachhaltigkeit der Zugangsstudie sein.

Weitere Informationen zur Zugangsstudie

Weitere Informationen zu IEval für Jugendbegegnungen

Weitere Informationen zu iEval für Kinder- und Jugendfreizeiten

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