Autonome Roboter im Einkaufszentrum

Das Robotik-Team mit der Laborleiterin Prof. Dr. Elena Algorri (re.) (Bild: Daniel Beer / TH Köln)

Im Rahmen des Offenen Bildungsraums der TH Köln veranstalteten Studierende im Forum Gummersbach einen Wettbewerb mit selbstständig fahrenden Robotern.

Eine Projektpräsentation mitten in einem belebten Einkaufszentrum stand für Studierende des 4. und 5. Semesters im Fach Automatisierungstechnik auf dem Programm. Im Forum Gummersbach zeigten sie ihre selbst entwickelten, autonom fahrenden Roboter, die dort durch einen Parcours navigieren mussten. Die Präsentation ist Teil des Konzepts „Offener Bildungsraum“, mit dem Forschung und Lehre näher an den Alltag der Menschen herangetragen werden sollen. So absolvierten die Studierenden auch ihre Vorlesungen im Bildungsraum.

„Autonomes Fahren ist ein immer wichtigeres Thema für zahlreiche Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft“, erklärt Prof. Dr. Elena Algorri vom Institut für Automation & Industrial IT (AIT). Für das Projekt galt es, auf Basis des Minicomputers Raspberry Pi einen Roboter zu bauen, der mit Hilfe eines Kompasses und Ultraschallsensoren an fünf vorher festgelegte Koordinaten navigiert. Dabei muss der Roboter durch ein unbekanntes Labyrinth fahren und gleichzeitig eine Karte der Umgebung erstellen. Das nennt sich SLAM-Verfahren (Simultaneous Localization and Mapping).

Die Projektinhalte bauen aufeinander auf. Die Studierenden beschäftigten sich zunächst mit den einzelnen Aspekten des Roboters (Kompass, Ultraschallsensoren und Antrieb). Im nächsten Schritt werden Kameras hinzukommen. Prof. Algorri: „Dieser Aufbau wird bewusst gewählt. Die Studenten sollten sich nicht nur auf die Kameras verlassen und die anderen Aspekte vernachlässigen.“

Für die Studierenden war die Projektarbeit, die als Prüfungsleistung mit zur Endnote gezählt wird, sehr anspruchsvoll, aber auch sehr lehrreich, wie Student Markus Klassen sagt: „Hier stecken viele Stunden Arbeit drin. Je nach Untergrund und Umwelteinflüssen muss der Roboter neu programmiert werden. Im Labor mussten wir zum Beispiel  plötzlich auf Teppich fahren. Das ist eine gute Vorbereitung auf das Ingenieursleben, wo es immer wieder neue Unwägbarkeiten gibt.“

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