Auch Einstein war mal klein

Die Großveranstaltung „MINT für Minis“ lockte mit physikalischen Experimenten 446 Kindergarten-Kinder in die Hochschule

13.2.2020 – Insgesamt 448 „kleine Einsteins“, ausgestattet mit Forscherbrillen und weißen Kitteln, bevölkerten auch in diesem Jahr wieder an zwei Tagen den Campus Gummersbach der TH Köln. Aus 26 Gummersbacher Kindergärten und Tagesstätten kamen die Fünf- und Sechsjährigen mit Ihren Erzieherinnen und Erziehern in die Hochschule, um die Physik des Alltags zu entdecken. "Forschen, Staunen, Verstehen" lautete das Motto für die 16 verschiedenen physikalischen Experimente mit spannenden Namen, die sie unter Anleitung von TH-Studierenden und Oberstufen-Schülerinnen und -Schülern selbst durchführen konnten.

Versuch macht schlau

„Und wie kommt das? “ Der kleine Niklas aus der Gruppe „Gelb“ formulierte genau die Frage, die mit den Experimenten beabsichtigt war. Bei dem Versuch „Flaschengeist“ wird in einer Flasche Backpulver und Essig vermischt und ein Luftballon über die Flaschenöffnung gezogen. Die Studentin als Betreuerin der Gruppe erklärte es anschaulich: Durch die Mischung von Essig und Backpulver entsteht das sogenannte Kohlendioxyd, das ist ein Gas, und das bläst den Luftballon auf. „Was leitet Strom?“ hieß ein anderes Experiment, das die Gruppe „Blau“ im Nachbarraum durchführte. „Taucher in der Flasche“, „Schlangentanz“ oder „Achtung Dammbruch“ hießen weitere Versuche. Die Erzieherinnen und Erzieher kommen oft schon seit mehreren Jahren an den Campus und sind wie die Kinder mit viel Begeisterung dabei.

Am ersten Tag begrüßten die Prodekanin Prof. Dr. Simone Lake und Raoul Halding-Hoppenheit, der Erste Beigeordnete der Stadt Gummersbach, die Kinder und die rund 90 mitwirkenden Erzieherinnen und Erzieher, städtischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer im großen FERCHAU-Hörsaal. Zur Einstimmung sahen die Kinder an den beiden Vormittagen das Theaterstück "Professor Habilus und der Fehlerteufel", aufgeführt von Schülern und einer Lehrerin der Realschule Steinberg. In dem Stück verhindert der kleine Fehlerteufel den Erfolg einiger Experimente, die der Professor Habilus durchführen will. Der Teufel wird zwar im zweiten Akt des Stücks in eine Falle gelockt und gefangen, dann aber wieder frei gelassen, denn „nur durch Fehler können wir lernen“, so das Fazit der Assistentin von Prof. Habilus.

Interesse nachhaltig wecken

Veranstalter des Forschertags waren der Fachbereich Jugend, Familie und Soziales und die Stadtteilkonferenz Gummersbach-Innenstadt, die Koordination hatte die Ressort-Leiterin für Kindertagesstätten und Jugendarbeit, Beate Reichau-Leschnik. Kooperationspartner waren neben der TH Köln auch das die Jakob-Moreno-Schule, das Lindengymnasium und die Gesamtschule Gummersbach, die auch Schülerinnen und Schüler für die Vorbereitung und Durchführung der Experimente stellte.  

„Wir wollen ein nachhaltiges Interesse an den Naturwissenschaften wecken und Kontakte   zwischen Kindern, Kita-Fachkräften, Schülern und Studierenden vermitteln“, erklärte Beate Reichau-Leschnik ihre Motivation, diese Großveranstaltung mit über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf die Beine zu stellen. Ein ausgeklügelter Zeitplan, farbig gekennzeichnete Gruppen und die detaillierte Aufgabenverteilung sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Und wenn sich mal ein Kind eine Schramme holte, standen ausgebildete Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Gummersbach als Sanitäter*innen bereit.

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