Auch Einstein war mal klein

Das Experiment „Vorsicht Dammbruch!“ (Bild: Manfred Stern / TH Köln)

„MINT für Minis“ lockte 467 Kindergarten-Kinder in die Hochschule

Insgesamt 467 „kleine Einsteins“, ausgestattet mit Forscherbrillen und weißen Kitteln, bevölkerten auch in diesem Jahr wieder an zwei Tagen den Campus Gummersbach der TH Köln. Aus fast allen Gummersbacher Kindertagesstätten kamen die Fünf- und Sechsjährigen mit Ihren Erzieherinnen und Erziehern in die Hochschule, um die Physik des Alltags zu entdecken. "Forschen, Staunen, Verstehen" lautete das Motto für die 16 verschiedenen physikalischen Experimente mit spannenden Namen, die sie unter Anleitung von TH-Studierenden und Oberstufen-Schülern selbst durchführen konnten. Die „Wunder-Dose“ kann eine schräge Ebene hinaufrollen, weil in ihrem Inneren am obersten Punkt Knete klebt, für ein kleines Wegstück lässt die Schwerkraft die Dose aufwärts rollen. Der „Flaschengeist“ pustet einen Luftballon auf, der über einen Flaschenhals gestülpt wird. Des Rätsels Lösung: eine Mischung aus Essig und Backpulver in der Flasche pustet den Ballon auf. „Was leitet Strom?“, „Schlangentanz“ oder „Achtung Dammbruch“ hießen weitere Experimente. Die Kinder waren mit viel Begeisterung dabei und bekamen am Ende einen eigenen Forscherausweis.

An beiden Tagen begrüßte der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Gummersbach, Jürgen Marquardt, die Kinder und die Mitwirkenden im FERCHAU-Hörsaal .Zur Einstimmung sahen die Kinder an den beiden Vormittagen das Theaterstück  "Professor Habilus und der Fehlerteufel", aufgeführt von Schülern der Gesamtschule Gummersbach. In dem Stück verhindert der kleine Fehlerteufel den Erfolg der Experimente, die der Professor Habilus durchführt. Der Teufel wird zwar im zweiten Akt des Stücks in eine Falle gelockt und gefangen, dann aber wieder frei gelassen, denn „nur durch Fehler können wir lernen“, so das Fazit von Prof. Habilus.

Veranstalter des Forschertags waren der Fachbereich Jugend, Familie und Soziales und die Stadtteilkonferenz Gummersbach-Innenstadt, die Koordination hatte die Ressort-Leiterin für Kindertagesstätten und Jugendarbeit, Beate Reichau-Leschnik. Kooperationspartner waren neben der TH Köln auch das Linden-Gymnasium und die Gesamtschule Gummersbach, das nicht nur das Theaterensemble stellte, sondern auch Schülerinnen und Schüler für die Vorbereitung und Durchführung der Experimente vermittelt hatte.

„Wir wollen ein nachhaltiges Interesse an den Naturwissenschaften wecken und Kontakte   zwischen Kindern, Kita-Fachkräften, Schülern und Studierenden vermitteln“, erklärt Beate Reichau-Leschnik ihre Motivation, diese Großveranstaltung mit über 540 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf die Beine zu stellen. Ein ausgeklügelter Zeitplan, farbig gekennzeichnete Gruppen und die detaillierte Aufgabenverteilung sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Und wenn sich mal ein Kind eine Schramme holte, standen ausgebildete Schülerinnen und Schüler der GE Gummersbach als Sanitäter bereit.

M
M