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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

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Prof. Dr. Birgit Jagusch

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für interkulturelle Bildung und Entwicklung (INTERKULT)

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Prof. Dr. Schahrzad Farrokhzad

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für interkulturelle Bildung und Entwicklung (INTERKULT)

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amal – Auswirkungen rassistischer Gewalt auf Menschen mit Migrationsgeschichte und People of Color

Das neue Forschungsprojekt von Prof.´in Dr. Birgit Jagusch und Prof.´in Dr. Schahrzad Farrokhzad setzt multiperspektivisch an und fokussiert die Wahrnehmungen der von Gewalt Betroffenen selbst sowie die Perspektive von Einrichtungen (z.B. Beratungsstellen für Betroffene rechter Gewalt, Antidiskriminierungsberatung, Migrant*innenorganisationen, Schulen/Jugendarbeit).

Die Morde in Hanau, die Verbrechen des NSU und viele andere Fälle von rechtsextrem und rassistisch motivierter Gewalt verdeutlichen die Bedeutsamkeit der Auseinandersetzung mit extrem rechter und rassistischer Gewalt. Die Auswirkungen rassistischer und rechtsextremer Straf- und Gewalttaten reichen dabei von psychischer Gewalt über körperliche Schädigungen bis hin zum Tod. Im Vergleich zu der Perspektive von Täter*innen rücken in Wissenschaft, Politik und Medien die Perspektiven der von rechtsextremer und rassistisch motivierter Gewalt betroffenen Gruppen deutlich seltener in den Fokus.

Auf dieses Forschungsdesiderat reagiert das Forschungsprojekt. Es zielt darauf ab, die Auswirkungen rechtsextremer und rassistischer Gewalt auf das Alltagsleben von Menschen mit Migrationsgeschichte und People of Color in NRW sichtbar zu machen. Das Projekt setzt multiperspektivisch an und fokussiert die Wahrnehmungen der von Gewalt Betroffenen selbst sowie die Perspektive von Einrichtungen (z.B. Beratungsstellen für Betroffene rechter Gewalt, Antidiskriminierungsberatung, Migrant*innenorganisationen, Schulen/Jugendarbeit). Dazu sollen Formen und Anlässe rechtsextremer und rassistisch motivierter Gewalt, kurz-, mittel- und langfristige Folgen dieser Gewalt auf das Alltagsleben von Betroffenen und ihr soziales Umfeld, sowie entwickelte Handlungs- und Widerstandsstrategien (z.B. Schutz, Bündnisse) aus Sicht von Betroffenen, aber auch Unterstützungsstrategien in Einrichtungen sichtbar gemacht werden. Die Forschungsergebnisse werden für die (Weiter-)Entwicklung von Handlungskonzepten in professionellen Bildungs-/Beratungskontexten nutzbar gemacht.

Projektlaufzeit: 1.12.2020-31.5.2023

Projektbeteiligte: Jinan Dib; Saloua Oulad M Hand; Anna Metrangolo

Februar 2021

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