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Der Beratungskompass der TH Köln

Beratungskompass (Bild: TH Köln)

Die Frage, wohin mit meinem Beratungsanliegen und eventuell undurchsichtige Beratungsangebote einer Einrichtung bergen die Gefahr, die mit bestehenden Fragen einhergehende Unsicherheit bei den Ratsuchenden bzw. Studierenden noch zu verstärken. Der Beratungskompass soll hier einen strukturierten Überblick über die Beratungsangebote an der TH Köln ermöglichen.

Die für konkrete Anliegen zuständigen Beratungsstellen sind an den Hochschulen teilweise nur schwer auszumachen, wodurch die Lage von ratsuchenden Studierenden bzw. Studieninteressierten sowie Hochschulmitarbeiter*innen unter Umständen zusätzlich erschwert wird.

So sind Informationen über passende Ansprechpartner*innen häufig nicht intuitiv zugänglich oder nur unvollständig bzw. in komplizierter Darstellung auf dem Webauftritt von Hochschulen auffindbar. Hinzu kommt, dass die hochschulinternen Beratungszuständigkeiten nicht immer eindeutig geregelt sind und - gerade bei neu aufkommenden Beratungsthemen - nicht abschließend und transparent geklärt ist, wo die Zuständigkeitsbereiche (Rollen) der verschiedenen Beratungseinrichtungen beginnen und enden. Es können auch unterschiedliche Verständnisse von Beratung innerhalb einer Einrichtung nebeneinander stehen, wodurch die Qualität der an der Hochschule durchgeführten Beratungen zwischen den einzelnen Beratungsstellen deutlich variieren kann. Hierdurch ergibt sich die Notwendigkeit eines professionellen und hochschulweiten Beratungskonzepts.

In unserem Projekt "Beratungskompetenz" wurde die Vielfalt der Beratungsangebote an unserer Hochschule in einem Online-Tool, demb Beratungskompass abgebildet und transparent gemacht. Das übergeordnete Anliegen des Beratungskonzepts der TH Köln besteht darin, eine Hand-in-Hand agierende Beratungskultur und -arbeit zu etablieren. Die Vielfalt der vorhandenen Beratungsangebote werden im Kompass sichtbar und transparent gemacht, um Ratsuchenden schnell erste Hilfestellungen zu geben und passende Ansprechpartner*innen aufzuzeigen. Neben mehr Orientierung für die Ratsuchenden soll die Etablierung dieses durchdachten Beratungskonzepts außerdem zu einer Entlastung der Beratenden führen. Das wird durch die Erhöhung von Transparenz bezüglich der Aufgaben und Zuständigkeiten vorhandener Beratungsstellen geschaffen.

Wie nutze ich den Beratungskompass?

Als Tool, das zum einen die Vielfalt der Beratungsanliegen der Studierenden abbildet und den Ratsuchenden zum anderen passende Beratungsangebote bzw. Ansprechpartner*innen für ihre individuellen Anliegen aufzeigen kann, wurde der Beratungskompass fürs Studium entwickelt. Die hochschulweit erhobenen Beratungsanliegen, mit denen Beratende konfrontiert werden, wurden vor dem Hintergrund des KomModells ausgewertet. Durch die Übertragung der Logik des KomModells auf die vielfältigen und komplexen Beratungsanliegen Studierender ließen sich Kategorien definieren, die im Beratungskompass abgebildet werden. Eine Analyse der Beratungsanliegen vor dem Hintergrund der einzelnen potenziell relevanten Ebenen des KomModells ist für eine passgenaue Beratung unabdingbar und wird deshalb als unbedingt zu leistende Reflektion im Beratungsprozess erachtet.

Der Beratungskompass fürs Studium ist ein lernendes und dynamisches Online-Tool, das laufend um neue Beratungsanliegen ergänzt wird. Eine regelmäßige Auswertung des Verhaltens der Nutzer*innen wird bei der stetigen Optimierung der Inhalte helfen.

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