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Studierende des Bauingenieurwesens der TH Köln geehrt

Gruppenbild (Bild: Costa Belibasakis/TH Köln)

KICKARTZ Stiftung verleiht Förderpreise für die Studienjahre 2019 und 2020 in Höhe von 15.000 Euro.

Sechs Studierende der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik der TH Köln sind für ihre herausragenden Studienleistungen und ihr außergewöhnliches Engagement mit dem Förderpreis der Gebr. KICKARTZ Stiftung ausgezeichnet worden. In diesem Jahr wurden die Preise für die Studienjahre 2019 und 2020 vergeben, weil die Vergabe im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen ist.

Gleich zweimal wurde der mit 3.000 Euro dotierte erste Platz für die beste Arbeit im Studienjahr 2019 vergeben: Marius Rader und Jan Rothkranz sind die Preisträger. Aurel Froitzheim und Sarah Nestler erhielten für ihre Leistungen eine Donation von jeweils 1.500 Euro. Für ihre Leistungen im Studienjahr 2020 wurden Jessica Berg und Marcel Welp jeweils mit dem ersten Platz bedacht (3.000 Euro).

„Die Förderpreise der KICKARTZ Stiftung würdigen neben den herausragenden Studienleistungen auch das soziale und gesellschaftliche Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger. Diese Kriterien spiegeln die Kernwerte der TH Köln wider und stellen einen Ansporn zu besonderen Leistungen sowie zur Übernahme von Verantwortung dar“, so Dr. Ursula Löffler, Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung der TH Köln.

„Unsere Absolventinnen und Absolventen im Bauingenieurwesen haben in ihren Abschlussarbeiten innovative Lösungsansätze für relevante technische und gesellschaftliche Fragestellungen erarbeitet. Das sind Leistungen, auf die sie sehr stolz sein dürfen“, betont Prof. Karl Heinz Schäfer, Dekan der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik der TH Köln.

Preisträgerinnen und Preisträger 2019

Gruppenbild PreisträgerInnen KICKARTZ-Preise 2020 und 2021 v.l.: Marius Rader, Jan Rothkranz, Aurel Froitzheim, Sarah Nestler, Marcel Welp und Jessica Berg. (Bild: Costa Belibasakis/TH Köln)

Marius Rader absolvierte neben seinem dualen Bachelorstudium eine Lehre zum Beton- und Stahlbauer, die er als landesbester Auszubildender im Juni 2015 abschloss. Seine mit 1,0 bewertete Masterarbeit thematisierte die Anwendung der Finite-Elemente-Methode – ein in den Bereichen der Medizin und Materialwissenschaften angewendetes Verfahren – auf Plattentragwerke, „Ich kenne Herrn Rader seit nunmehr sieben Jahren. Ihn zeichnen eine einzigartige Kombination aus immens hoher praktischer und theoretischer Begabung sowie sozialer Kompetenz aus“, so Prof. Dr. Neuenhofer, der seine Arbeit betreut hat. Ehrenamtlich engagiert sich der 28-Jährige seit seinem 15. Lebensjahr als Kampfrichter sowie Trainer der Turnabteilung des Sportvereins Höfen 1921 e.V., wo er seit 2017 das Amt des Jugendleiters innehat. Darüber hinaus ist er im Musikverein Lyra Höfen aktiv.

Der zweite Erstplatzierte Jan Rothkranz studierte sowohl den dualen Bachelorstudiengang als auch den Masterstudiengang Bauingenieurwesen an der TH Köln. In seiner dualen Ausbildung absolvierte er eine Lehre zum Maurer. In seiner mit 1,0 bewerteten Masterarbeit testete er die Finite-Elemente-Methode für die Scheibentragwerksplanung. „Der souveräne Umgang mit den mathematischen Grundlagen der Finite-Elemente-Methode und ihre algorithmische Umsetzung sowie sein Talent komplexe Sachverhalte verblüffend einfach zu erklären waren beeindruckend“, sagt Betreuer Prof. Dr. Ansgar Neuenhofer, der ihn für den Preis vorgeschlagen hat. Ehrenamtlich ist der 28-Jährige in der Freiwilligen Feuerwehr Tilz aktiv.

Aurel Froitzheim schloss den dualen Bachelorstudiengang mit einer Gesamtnote von 2,0 und seine Maurerlehre 2017 als einer der Jahrgangsbesten ab. Seine Bachelorarbeit thematisierte die „Instandsetzung von feuchtegeschädigtem Mauerwerk infolge einer Nutzungsänderung“. „Herr Froitzheim hat mit seiner Abschlussarbeit einen innovativen Beitrag geleistet. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen nicht nur bei der Auswahl sinnvoller Verfahren für das konkret in der Bachelor-Thesis behandelte Projekt, sondern wurden auch als allgemeine Hilfestellung für ähnlich gelagerte Fälle bei Bestandsimmobilien übersichtlich aufbereitet“, sagt Prof. Stefan Oerder, der ihn für den Preis vorgeschlagen hat. Neben seinem Studium hat Froitzheim durchgängig Erfahrungen auf Baustellen und in Bauunternehmen gesammelt. Zudem engagierte er sich als studentisches Mitglied im Vorstand des Instituts für Baubetrieb und Vermessung.

Sarah Nestler beschäftigte sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema „Stadtbahnanbindung Mülheim Süd in Köln“. Neben einer reinen Entwurfsarbeit war es die Aufgabe von Frau Nestler eine verkehrstechnische Lösung für diesen verkehrlich komplexen Bereich zu finden. Hierzu wurde eine signaltechnische Variantenuntersuchung durchgeführt. „Frau Nestler hat diese Aufgabe sehr gut gelöst und sich in eine für sie unbekannte Software selbstständig eingearbeitet. Dabei hat sie ein sehr großes Verständnis für verkehrstechnische Fragestellungen gezeigt“, erklärt ihr Betreuer Prof. Dr. Volker Stölting. Neben ihrem Studium engagiert sich Nestler in der Jugendarbeit der Pfarrgemeinde St. Hubertus und Mariä Geburt in Köln.

Preisträgerinnen und Preisträger 2020

Jessica Berg absolvierte bereits vor ihrem Bachelor eine Ausbildung zur Bauzeichnerin. Während ihres gesamten Studiums arbeitete sie mit zunehmender Führungsverantwortung auf Baustellen und in Bauunternehmen. Ihre Bachelorarbeit zum Thema „Entwicklung eines Ablaufschemas für die modellunterstützte Bauablaufplanung im Rohbau unter Berücksichtigung von Lean-Gedanken“ wurde mit 1,3 bewertet. „Ihre Bachelorarbeit ist außergewöhnlich, weil das Thema Lean Construction Management im Studium derzeit noch ein Randthema ist. Die Inhalte der Arbeit sind neuartig für die Bauwirtschaft und somit als innovativ einzustufen“, sagt ihr Betreuer Prof. Dr. Danielzik. Neben ihrem Studium pflegt und betreut Berg eine Person aus ihrem Familienkreis.

Ebenfalls mit einem ersten Platz bedacht wurde Marcel Welp, der vor seinem Studium eine Ausbildung zum Bauzeichner mit dem Schwerpunkt Architektur absolvierte. Während seines Bachelors konnte er seine Erfahrungen in der Baupraxis durch eine Werkstudententätigkeit bei einem großen Immobilien- und Wohnungsunternehmen erweitern. Für seine Abschlussarbeit erhielt er die Note 1,3. „Herr Welps Analyse der Holzrahmenbauweise als mögliche Alternative zur konventionellen Massivbauweise im mehrgeschossigen Wohnungsbau bietet einen innovativen, projektübergreifenden Mehrwert“, so Prof. Stefan Oerder, der ihn für den Preis vorgeschlagen hat. Welp war von 2002 bis 2006 als Messdiener aktiv. Zudem engagiert er sich bis heute in der Freiwilligen Feuerwehr Ostbevern – seit 2010 in der Funktion als Hauptfeuerwehrmann.
 

Förderpreis der KICKARTZ Stiftung

Die Gebr. Hubert und Josef KICKARTZ Stiftung verleiht seit 2012 jährlich Förderpreise an Studierende der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik der TH Köln, die ihr Studium sowohl zügig als auch mit sehr guten Noten abgeschlossen haben. Zudem sollen sie Führungserfahrung besitzen oder sich gesellschaftlich engagieren sowie eine innovative Abschlussarbeit verfasst haben.

Juni 2021

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