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Prof. Ralf Engels

Prof. Ralf Engels

Raumentwicklung und Infrastruktursysteme

Cassie Scarlet Tragert
Student Assistant

Studierende der TH Köln treten bei der IFAT World University Challenge an

IFAT 2026 Teams Challenge (Bild: TH Köln)

Wenn Studierende der TH Köln bei der IFAT München (4.–7. Mai 2026) auf die Bühne treten, bringen sie mehr mit als technisches Know-how. Das gilt besonders für die Teilnehmenden der World University Challenge: Sie kennen wasserbezogene Herausforderungen aus eigener Erfahrung – vom Hochwasserrisikomanagement im Sudan über Ingenieurs-Praxis in Mexiko bis zu Umweltprojekten in Ägypten und Pakistan.

Für manche sind diese Themen daher alles andere als abstrakt. „Wasser ist nicht nur ein Studienfach – es ist eine reale und drängende Herausforderung, die mein Leben von Anfang an geprägt hat“, sagt Ahmed Abobaker Osman Mohamed und blickt auf seine Kindheit im Sudan zurück.

Die Teilnehmenden der Challenge studieren im Masterprogramm Integrated Water Resources Management (IWRM) an der Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme. Darüber hinaus sind viele weitere Studierende der Fakultät auf der IFAT vertreten – aus den Masterstudiengängen Renewable Energy Management (REM) und Natural Resources Management and Development (NRM) sowie aus dem Bachelorstudiengang Raumentwicklung und Infrastruktursysteme.

Insgesamt stehen die Studierenden für den internationalen und interdisziplinären Charakter der TH Köln – und für das gemeinsame Ziel, nachhaltige Lösungen für reale wasserbezogene Probleme zu entwickeln.

Zwei Teams, ein gemeinsames Verständnis

Die Challenge-Teilnehmer*innen bringen unterschiedliche fachliche Hintergründe, berufliche Erfahrungen und kulturelle Perspektiven mit – und arbeiten dennoch nach einem ähnlichen Prinzip zusammen.

Ein Team besteht aus Mubashira Sitarish (Pakistan), Maham Akram (Pakistan) und Riham Serag (Ägypten). Kennengelernt haben sie sich bereits vor Studienbeginn in einem DAAD-Sprachkurs. Seitdem arbeiten sie eng zusammen. „Wir haben eine enge Freundschaft aufgebaut und ein gutes Verständnis für die Arbeitsweisen der anderen entwickelt“, sagt Mubashira.

Das zweite Team bilden Ahmed Abobaker Osman Mohamed (Sudan), Maher Abdalla (Sudan) und Marco Juárez (Mexiko). Sie bringen neben ihrem Studium auch praktische Erfahrungen aus Ingenieurwesen, Forschung und Wasserwirtschaft ein.

Was beide Teams verbindet, ist ihre Art zu arbeiten: klare Rollenverteilung, gegenseitiges Vertrauen und die Fähigkeit, auch unter Zeitdruck strukturiert zu handeln – Kompetenzen, die sowohl im Wettbewerb als auch in der Praxis entscheidend sind.

IFAT 2026 Teams Challenge Von links: Rüdiger Heidebrecht (Coach), Mubashira Sitarish (Team 1), Maham Akram (Team 1), Riham Serag (vorne, Team 1), Prof. Ralf Engels (hinten, Coach), Ahmed Abobaker Osman Mohamed (Team 2), Marco Antonio Juárez Sánchez (Team 2), Maher Abdalla (Team 2), Cassie Tragert (Student Assistant) (Bild: TH Köln)

Ein Wettbewerb nah an der Praxis

Die World University Challenge simuliert Entscheidungssituationen, wie sie in der Wasserwirtschaft tatsächlich vorkommen – unter Zeitdruck und mit realitätsnahen Anforderungen.

Die Teilnehmenden bearbeiten drei zentrale Aufgaben:

  • Sie verhandeln die Verteilung von Wasserressourcen zwischen verschiedenen Interessengruppen,
  • optimieren Kläranlagenprozesse mithilfe von Simulationssoftware,
  • und lösen praktische ingenieurtechnische Aufgaben in Wassersystemen.

„Es ist eine Mischung aus Strategiespiel, Ingenieuraufgabe und Verhandlungssituation“, sagt Ahmed – alles rund um eine der wichtigsten Ressourcen unserer Zeit.

Der Wettbewerb macht deutlich, was moderne Wasserwirtschaft auszeichnet: Lösungen entstehen nur, wenn technische, ökologische, politische und gesellschaftliche Aspekte zusammen gedacht werden.

Arbeiten unter Zeitdruck

Die Vorbereitung auf die Challenge ist intensiv. In Trainings, Simulationen und Mentoringformaten arbeiten die Studierenden an realitätsnahen Szenarien und lernen neue Werkzeuge wie die SIMBA-Software kennen.

„Die größte Herausforderung wird sein, als Team in kurzer Zeit eine Lösung für ein unbekanntes Problem zu entwickeln“, sagt Mubashira.

Entsprechend setzen beide Teams auf eine klare Arbeitsstruktur: Aufgaben werden nach Stärken verteilt, Entscheidungen eng abgestimmt. Gleichzeitig bleibt die Zusammenarbeit flexibel – Rollen können sich je nach Aufgabe verschieben. Genau so funktionieren auch viele Prozesse in der Praxis.

Von der Theorie zur Anwendung

Die Aufgaben der Challenge greifen aktuelle Fragestellungen der Wasserwirtschaft auf – etwa Ressourcennutzung, Infrastrukturplanung oder Systemoptimierung.

Für die Studierenden ist der Wettbewerb damit eine Gelegenheit, ihr Wissen anzuwenden und Lösungen zu entwickeln, die nicht nur technisch funktionieren, sondern auch nachhaltig sind.

Zugleich zeigt sich, wie wichtig interdisziplinäres Denken ist: Wirksame Lösungen entstehen dort, wo Ingenieurwissen, Umweltperspektiven, Governance und gesellschaftliche Anforderungen zusammengeführt werden.

Die TH Köln auf internationaler Bühne

Die Teilnahme an der IFAT München ist mehr als ein Wettbewerb. Sie eröffnet Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Wassersektor und ermöglicht den Austausch mit Fachleuten aus aller Welt.

Neben den Teams der World University Challenge sind zahlreiche weitere Studierende der TH Köln auf der Messe aktiv und übernehmen unterschiedliche Aufgaben.

Für die Teilnehmenden der Challenge ist es zugleich eine Gelegenheit, ihre Hochschule international zu vertreten. Für Marco Juárez ist der Wettbewerb „eine einzigartige Chance, international in dem Bereich anzutreten, für den ich mich begeistere“.

Mehr als ein Wettbewerb

Auch wenn ein gutes Abschneiden wichtig ist, geht es um mehr als Platzierungen.

Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Arbeiten an komplexen Problemen, der Austausch über Fach- und Kulturgrenzen hinweg und die Erfahrung, sich in einem internationalen Umfeld zu behaupten.

Oder, wie es Mubashira Sitarish formuliert: Erfolg bedeutet letztlich, „im Team selbstbewusst aufzutreten und durchdachte Lösungen zu entwickeln – unabhängig vom Ergebnis“.


Von Silke Wiegand

April 2026

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