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Machbarkeitsstudie: Innovationspark Erneuerbare Energien Jüchen

Übergabe des Förderbescheids (v.l.): Harald Zillikens (Bürgermeister Jüchen), Volker Mielchen (Geschäftsführer Zweckverband LandFolge Garzweiler), Michael Geßner (Abteilungsleiter Wirtschaftsministerium NRW) und Prof. Dr. Thorsten Schneiders (TH Köln) (Bild: NRW-Wirtschaftsministerium)

Mit einem „Innovationspark Erneuerbare Energien Jüchen“ möchten der Zweckverband LandFolge Garzweiler, die TH Köln und das Wuppertal Institut einen Beitrag zur Energiewende sowie zum Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlerevier leisten. Die Projektpartner erarbeiten dazu zunächst eine Machbarkeitsstudie.

Ziel ist die Entwicklung innovativer Lösungen für die Energieversorgung von Gewerbegebieten in Kombination mit Energiespeichern, Infrastruktur für Elektromobilität sowie wasserstoffbasierter Mobilität. Auch die Verknüpfung mit der Landwirtschaft vor Ort steht im Fokus. Jetzt wurde der Förderbescheid durch Michael Geßner, Abteilungsleiter Energie im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen übergeben.

„Das Rheinische Revier steht in den kommenden Jahrzehnten vor der großen Herausforderung des Strukturwandels. Der Auf- und Umbau der Energieversorgungsstrukturen bedeutet aber auch große Chancen, etwa für die Entwicklung neuer, nachhaltiger Energieversorgungskonzepte“, erläutert Prof. Dr. Thorsten Schneiders, Teilprojektleiter am Cologne Institute for Renewable Energy der TH Köln. Harald Zillikens, Bürgermeister der Stadt Jüchen, betont die Verknüpfung mit anderen lokalen Vorhaben: „Das interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet Elsbachtal und die neue Landschaft, in der demnächst der nächste Windpark entsteht, werden mit dem Projekt verbunden.“

Von besonderem Interesse ist für die Projektpartner die Einbindung der örtlichen Agrarbetriebe. „In der öffentlichen Diskussion wird häufig ein Gegensatz zwischen der Produktion von Pflanzen als Lebensmittel und für die Energieerzeugung gesehen. Wir sehen diesen Gegensatz nicht. Stattdessen können durch eine sinnvolle Verknüpfung von Energieerzeugung und Ackerbau Flächenpotenziale effizienter eingesetzt werden“, so Schneiders.  Auf diese Weise soll gemeinsam eine vielfältige Landschaft geschaffen werden, bei der eine moderne Landwirtschaft mit Windparks und Photovoltaik-Anlagen parallel auf einer Fläche stattfindet.

Die Machbarkeitsstudie zum „Innovationspark Erneuerbare Energien Jüchen“ wird vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen über das Sofortprogramm Strukturwandel im Rheinischen Revier gefördert. Von April 2020 bis Oktober 2021 erstellen die drei Projektpartner die Machbarkeitsstudie.

8.5.2020

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