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Prof. Dr. Ompe Aimé Mudimu

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Anlagen, Energie- und Maschinensysteme
Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

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Sebastian Schmitz

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FOUNT² - Planspielübung an der TH Köln

Die Planspielplatte im Labor für Großschadensereignisse (Bild: TH Köln/IRG)

Einsatz- und Führungskräfte aus der Gefahrenabwehr testen erste FOUNT²-Forschungsergebnisse im Labor für Großschadensereignisse

Einsatz- und Führungskräfte beim Planspiel Einsatz- und Führungskräfte beim Planspiel (Bild: TH Köln/IRG)

Am 3. Mai 2018 führte das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG) der TH Köln im Verbundforschungsprojekt „Fliegendes Lokalisierungssystem für die Rettung und Bergung von Verschütteten (FOUNT²)“ eine Planspielübung im Labor für Großschadensereignisse durch. In zwei Übungsdurchgängen absolvierten 44 erfahrene Einsatz- und Führungskräfte verschiedener Feuerwehren, Hilfsorganisationen sowie des Technischen Hilfswerks ein vom IRG entwickeltes Einsatzszenario. Dabei wurden Sie von Studierenden des Studiengangs „Rettungsingenieurwesen“ in der Funktion von Darstellern und Beobachtern unterstützt.

Trümmermodell der simulierten Gasexplosion Trümmermodell der simulierten Gasexplosion (Bild: TH Köln/IRG)

Anhand einer simulierten Gasexplosion in einem Mehrfamilienhaus wurden die Abläufe eines Verschütteteneinsatzes und die Nutzung der dabei von FOUNT² zur Verfügung gestellten Informationen getestet. Als Medium wurde eine Planspielplatte genutzt, auf der Einsatzlagen mithilfe von Modellhäusern und -autos dargestellt werden können. Im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr werden solche Planspiele für die Ausbildung von Führungskräften verwendet. Im Rahmen eines Planspiels können verschiedene Informationen und Veränderungen der Einsatzlage eingespielt und die Entscheidungsfindung der Führungskräfte beobachtet werden. Das IRG nutzt die Methodik des Planspiels zur Evaluation von Forschungsergebnissen in verschiedenen Forschungsprojekten, aber auch zur Ausbildung der Studierenden des Studienganges „Rettungsingenieurwesen“.

Audio- und Videoübertragung im Beobachtungsraum Audio- und Videoübertragung im Beobachtungsraum (Bild: TH Köln/IRG)

Gegenstand der systematischen Untersuchung im Rahmen der Planspielübung ist der bisher entwickelte Implementierungsansatz des FOUNT²-Systems in die Strukturen an einer Einsatzstelle nach einem Verschüttungsereignis. Das FOUNT²-System setzt sich aus einem „unmanned aerial vehicle“ („Drohne“), einem Bioradar zur Suche nach Verschütteten und einem User Interface für die Einsatzplanung zusammen. Die Datenerhebung im Rahmen des Planspiels erfolgte durch den Einsatz von Übungsbeobachtern, die zum einen direkt im Labor das Planspiel beobachteten und zum anderen in einem gesonderten Beobachtungsraum das Einsatzgeschehen mittels Audio- und Videostream verfolgten.

Die Planspielübung ist Bestandteil des Evaluationsprozesses, der unter konsequenter Einbeziehung der Endanwender die Entwicklung des FOUNT²-Systems begleitet. Ziel ist es, eine hohe Praxistauglichkeit zu gewährleisten und damit zur Verbesserung der Gefahrenabwehr bei Gebäudeeinstürzen beizutragen. 
Im nächsten Schritt wird das IRG ein Schulungskonzept zur Einweisung der Endanwender in die Funktionen des FOUNT²-Systems entwickeln. Für den weiteren Projektverlauf ist außerdem die Evaluation des fliegenden Lokalisierungssystems in einer Realübung vorgesehen.

FOUNT²

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt FOUNT² im Rahmen des Themenfeldes „Innovative Rettungs- und Sicherheitssysteme“ im Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit 2012 – 2017“ der Bundesregierung. Das Gesamtprojekt ist mit einem Budget von über 2,4 Millionen Euro dotiert. Davon beträgt das Teilbudget des Instituts für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr 440.000 Euro. 

Unter der Koordination von Herrn Prof. Dr. Leonhard Reindl von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wird durch das Projektkonsortium bis Oktober 2019 eine leistungsstarke, unbemannt fliegende Plattform entwickelt, welche Rettungskräfte bei ihrer Suche nach Überlebenden entlasten soll. Dazu soll das „unmanned aerial vehicle“ (UAV) aus der Luft das Trümmerfeld hochaufgelöst und dreidimensional kartographieren. Zusätzlich wird durch das UAV ein integriertes Bioradar zur Detektion von Lebenszeichen (Atembewegung des Brustkorbs) auf den Trümmerstrukturen eingestürzter Gebäude positioniert. Dieses Vorgehen ermöglicht es den Rettungsmannschaften, gezielt Überlebende lokalisieren zu können, unter zeitgleicher Reduzierung des Risikos für die Rettungsmannschaften, selbst verschüttet oder verletzt zu werden. Werden Überlebende lokalisiert, können Retter, ausgestattet mit einem genauen Lageplan, zielgerichtet an den Bergungsort herangeführt werden.
Die Leitung bzw. das Management des Teilprojekts des IRG obliegt Herrn Prof. Dr.-Ing. Ompe Aimé Mudimu bzw. Herrn Sebastian Schmitz.

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