Kontakt & Service

Laborleiter

Prof. Dr. Alexander Michael Lechleuthner

Prof. Dr. Alexander Michael Lechleuthner

Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

  • Raum ZS-04-1b
  • Telefon+49 221-8275-4568

Thomas Johannes Pappert

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Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

  • Raum HW1-123
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Labor für Großschadensereignisse

Planspielplatte im Labor für Großschadensereignisse (Bild: IRG)

Die Zunahme von Großschadensereignissen erfordert technische und medizinische Vorbereitungen zur Hilfeleistung. Aber auch im konzeptionellen Bereich sind besondere Vorgehensweisen erforderlich, die sich von der üblichen Patientenversorgung unterscheiden.

Motivation

Ein Großschadensereignis ist ein Schadensszenario, das durch eine Überforderung der initial zu seiner Bewältigung verfügbare Infrastruktur gekennzeichnet ist. Gewohnte und in der Notfallmedizin bewährte Versorgungsverfahren sind angesichts der Vielzahl Behandlungsbedürftiger nicht adäquat. Nur durch gezielt und frühzeitig ergriffene, der Situation und den verfügbaren Möglichkeiten angepasste Rettungs- und Hilfsmaßnahmen besteht die Chance, die Schadensfolgen im Hinblick auf ein Überleben und eine Minderung der körperlichen Verletzungs- bzw. Erkrankungsfolgen geringer zu halten.
Leider reicht es nicht aus, neue Ansätze, also Ideen und Konzepte zur Bewältigung von Schadensereignissen zu entwickeln und im Rahmen von Großübungen zu erproben. Die Verbesserung jedes neuen Ansatzes muss objektiv und wissenschaftlich belastbar gemessen werden können.
Der Stand der Technik in der Übungsevaluation beschränkt sich oftmals nur auf eine Auswertung mittels Übungsbeobachter. Dies ist im Zweifelsfall mit einem hohen Maß an Subjektivität der Ergebnisse verbunden.
Das Labor für Großschadensereignisse gliedert sich in einen Laborraum zur Vorbereitung von Messreihen und ein Feldlabor zur Aufnahme von Daten. Hierüber ist es erstmals möglich, anhand von Realdaten aus Gefahrenabwehrübungen Rückschlüsse auf Effizienz und Effektivität verschiedenster Konzepte zu ziehen und hieraus Verbesserungen abzuleiten.

Versuche

Versuche und Praktika im Labor für Großschadensereignisse finden in den Bereichen Übungsvorbereitung, Übungsbeobachtung und Übungsauswertung statt.
Durch die gemeinsame Arbeit im Labor während Praktika oder Projekten können folgende Kompetenzen der Studierenden vertieft werden:

  • Grundlegende Problemlösungskompetenz und analytische Fähigkeiten
  • Methodenkompetenz zu ingenieurtechnischen Vorgehensweisen
  • Grundlegende Anwendungs- und Handhabungskompetenz für fachspezifische Aufgaben mit hohem Praxisbezug
  • Teamfähigkeit in interdisziplinären Arbeitsgruppen
  • Die Fähigkeit Prozesse zu analysieren und mit Hilfe unterschiedlicher Methoden zu optimieren
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