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Prof. Dr. Alexander Michael Lechleuthner

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Konrad Barth

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Thomas Johannes Pappert

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Lokales Positionierungssystem (LPS)

Lokales Positionierungssystem (LPS) - Grafische Oberfläche (Bild: IRG)

Das Lokale Positionierungssystem (LPS) des Labors für Großschadensereignisse erlaubt es, Standorte von Einsatzkräften und Patientendarstellern während Übungen zu dokumentieren. Eine zugehörige Software ermöglicht während dem laufenden Übunsgetrieb diese Standorte in Echtzeit zu betrachten. Zur Auswertung können einzelne Bewegungsabläufe im Nachgang visualisiert und ausgewertet werden.

Lokales Positionierungssystem (LPS) - AntenneLokales Positionierungssystem (LPS) - Sensor (Bild: Labor für Großschadensereignisse/IRG)

Moderne Evaluierung von MANV-Übungen (Massenanfall von Verletzten) werden immer häufiger auf Grundlage von möglichst objektiv erhobenen Daten durchgeführt. Diese müssen anhand von festen Datenlagen ermittel werden, um eine objektive Auswertung gewährleisten zu können. Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr hat sich dies als Grundlage zur Beschaffung eines lokalen Positionierungssystems gemacht. Mit dem System ist es erstmals an der Fachhochschule Köln möglich, für Übungen Personen oder Material mit Tags (Sender) zu versehen, um diese im System dreidimensional darzustellen und Bewegungsabläufe aufzuzeichnen.

Die so gesammelten Daten können bereits während der Übung in Echtzeit betrachtet werden und ermöglichen es so zum Beispiel Gästen oder Beobachtern sich im laufenden Übungsbetrieb einen Überblick über die Gesamtsituation zu verschaffen ohne den Ablauf der Übung zu stören. Im Nachgang kann zusätzlich eine wesentlich differenziertere und genauere Auswertung der Daten erfolgen. Zu den Möglichkeiten des Systems gehören unter anderem:

  • Einblendung von Funktionsbezeichnungen in Videoaufnahmen zur besseren Erkennbarkeit der einzelnen Personen
  • Sekundengenaue Auswertung von vorher definierten Ereignissen (bspw. Aufenthalt von Einsatzkräften im Gefahrenbereich)
  • Nachverfolgung von Bewegungsmustern einzelner Personen oder Gruppen

Das lokale Positionierungssystem, welches unter dem Begriff RTLS (Real-Time Locating System) geführt wird, konnte im vergangenen Jahr an der Abschlussübung des Forschungsprojektes evalMANV zum Ersten mal eingesetzt werden.

Lokales Positionierungssystem (LPS) - Sender (Tag)Lokales Positionierungssystem (LPS) - Sender (Tag) (Bild: Labor für Großschadensereignisse/IRG)

Am 18. Juni 2013 konnte anhand der bisher durchgeführten Auswertungen ein erneuter Test des Systems durchgeführt werden. Hierzu wurde unter Mithilfe einiger Studierender des Studiengangs, welche regelmäßig in die Forschung und Praxis eingebunden werden, das System auf einem nahegelegenen Sportplatz aufgebaut und in Betrieb genommen. Da es sich beim RTLS nicht nur um ein mobiles System handelt, sondern die Empfänger überwiegend stationär montiert werden mussten äußere Einflüsse (insbesondere WInd, der die Stative mit den Antennen zum schwanken bringt) hinsichtlich der durch sie entstehenden Abweichungen und Ungenauigkeiten untersucht werden. Mittels der durchgeführten Versuche konnten Parameter ermittelt werden, welche einen sicheren und qualitativ hochwertigen Einsatz des Systems ermöglichen.

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