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Bildungsräume in Kindheit und Familie

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

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Prof. Dr. Andrea Platte

Prof. Dr. Andrea Platte

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE)

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Prof. Dr. Matthias Otten

Prof. Dr. Matthias Otten

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für interkulturelle Bildung und Entwicklung (INTERKULT)

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    Ubierring 48
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Wissensformen in Partizipativer Lehre und Forschung: Abschlusstagung des BMBF-Projektes ‚ParLink‘

Mit der digitalen Tagung „Zwischen Abstand und Augenhöhe – Erfahrungsräume partizipativer Lehre und Forschung“ mit ca. 140 Teilnehmenden fand am 21.Mai das Forschungsprojekt „ParLink: Partizipative Lehre im Kontext inklusionssensibler Hochschule“ seinen (vorläufigen) Abschluss.

Im Forschungsverbund hatten Vertreter*innen der Universität Leipzig (Leitung Saskia Schuppener), der TH Köln (Leitung Matthias Otten, Andrea Platte) und des Kieler Instituts für Inklusive Bildung seit April 2018 zusammengearbeitet. Das Kölner Team hatte Videografien in Lehrveranstaltungen der Bildungsfachkräfte sowie Gruppendiskussionen mit Beteiligten durchgeführt und mit der Dokumentarischen Methode ausgewertet. Dabei ging es um die Fragen:

  • Wie findet partizipative Lehre statt?
  • Wie erleben Bildungsfachkräfte ihre Lehre?
  • Wie haben Studierende die Lehre von Bildungsfachkräften erlebt?

Die Erkenntnisse und Fragen aus dem dreijährigen Prozess, die den Tagungsteilnehmenden präsentiert wurden, regten das virtuelle Plenum zu einer mehrperspektivischen Diskussion in (gesprochenen) Wort- und (geschriebenen) Chatbeiträgen an und wurden dabei von Gebärden- und Schriftdolmetschung begleitet.

Im Studium wird Wissen in Form von Erfahrungswissen und Theoretischem Wissen erworben. Welche Wissensform wird (überwiegend) vermittelt, welche wird erwartet, wer bestimmt dies und wie ergibt sich die Relation? Beansprucht partizipative, bzw. auf Inklusion ausgerichtete Lehre eine bestimmte Gewichtung von Wissensformen? Welche Strategien sind in der partizipativen Lehre auf dem Weg zur Inklusion erkennbar? Diese und weitere Fragen wurden in zwei Vorträgen diskutiert und in sechs Workshops vertieft.

Die Präsentationen in ‚verständlicher‘ Sprache ermöglichten den im Tagungstitel angekündigten Austausch ‚auf Augenhöhe‘ und konnten ‚Abstände‘ (diskursiver wie räumlicher Art) überwinden. Sie eröffneten ‚Erfahrungsräume‘ wissenschaftlicher Kommunikation sowie kollegialen Austausches, die über den Tag hinaus ausbaufähig sind: An welchen deutschsprachigen Standorten finden Qualifizierungen zu Bildungs-Fachkräften statt? Wie findet man Zugang zur Qualifizierung? Worin unterscheiden sich die Qualifikationen in Leipzig, Magdeburg, Heidelberg, Köln? In welchen Lehrveranstaltungen lehren Bildungsfachkräfte? Wie bereiten sie sich vor? Was erscheint dabei wichtig?

Die Vorträge sowie Einblicke in die Workshops sind auf dem „ParLink-Pool“ zu finden: Auf der Website sind Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt zusammengestellt, die Bildungsfachkräfte und andere Interessierte zur Reflexion, für die Lehre und auch für weitere Forschung nutzen können: https://www.partizipative-lehre.de/

Die Einladung zum ‚Eintauchen‘ in den ParLink-Pool gilt für interessierte Lehrende und Studierende sowie alle, die vertiefte Einblicke in die Projektergebnisse erhalten möchten!

Uns haben viele Rückmeldung erreicht. Die Tagung wurde als ein Vorbild für barrierearme digitale Konferenzformate gewürdigt. Das Anliegen, hier eine inklusive Gestaltung zu realisieren, zeigte sich im Bemühen um (inhaltliche) Verständlichkeit, um barrierearme Technik, um unterstützende Kommunikationsformen und in ‚Begegnungen‘ auf der interaktiven Landkarte, in Break-Out-Rooms und in den Pausen.

Das Institut für Inklusive Bildung NRW führt am Standort Ubierring 48 eine Qualifizierung für Bildungs-Fachkräfte durch. Die beteiligten angehenden BFK waren beratend in der Vorbereitung und im Tagungsprogramm in der Moderation von Workshops beteiligt.

Juni 2021

Institut für Inklusive Bildung NRW gemeinnützige GmbH (Bild: Uwe Weiser/ LVR)

Institut mit Expertise von Menschen mit Behinderungen

Das Institut für Inklusive Bildung NRW entwickelt und realisiert Bildungsangebote von und mit Menschen mit Behinderungen. Als qualifizierte Bildungsfachkräfte vermitteln sie die Lebenswelten, Bedarfe und spezifischen Sichtweisen von Menschen mit Behinderungen. Das Team sensibilisiert (künftige) Lehr-, Fach- und Leitungskräfte auf Augenhöhe.

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