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TH Köln verleiht DAAD-Preis an spanische Studentin

Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium, DAAD-Preisträgerin Fernanda Vila und Prof. Dr. Barbara Ahrens (v.l.) (Bild: Costa Belibasakis/TH Köln)

Fernanda Vila, Studentin im Masterstudiengang Konferenzdolmetschen der TH Köln, hat für ihre besonderen wissenschaftlichen Leistungen und ihr gesellschaftliches Engagement den DAAD-Preis erhalten. Die 28-jährige Spanierin studiert seit 2015 an der Hochschule.

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) für herausragende ausländische Studierende oder Doktoranden wird jährlich verliehen.

Nach ihrem Bachelorstudium "Übersetzen und Dolmetschen" in Spanien wollte Vila einen Master in Deutschland absolvieren, da ihre verstorbene Mutter in ihren letzten Lebensjahren begonnen hatte, Deutsch zu lernen. "Selbst Deutsch zu sprechen und in Deutschland zu leben, gibt mir eine schöne Verbindung zu meiner Mutter", erklärt die DAAD-Preisträgerin. Vor ihrem Studium arbeitete sie zwei Jahre lang als Spanischlehrerin an einem privaten Gymnasium in Düren, informierte sich über die Studienmöglichkeiten und verbesserte ihre Deutschkenntnisse soweit, dass sie die Zulassung zum Masterstudium an der TH Köln bestand.

"Unser Studienangebot Konferenzdolmetschen geht von Deutsch als Muttersprache aus und an diesem Maßstab messen wir unsere Studierenden. Es ist eher eine Ausnahme, dass eine Nicht-Muttersprachlerin zugelassen werden konnte, und zudem noch so ausgezeichnete Studienergebnisse erzielt. Ihr aktueller Notenschnitt von 1,3 kann daher gar nicht hoch genug eingeschätzt werden", sagt Prof. Dr. Barbara Ahrens vom Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation, die Fernanda Vila seit dem Bewerbungsverfahren begleitet.

Da sie ihr Studium selbst finanziert, arbeitet Vila 30 Stunden im Monat in der Event- und Personalplanung für ein Startup-Unternehmen. "Dass diese Doppelbelastung funktioniert, habe ich auch den Dozentinnen und Dozenten der TH Köln zu verdanken. Sie haben mir zum Beispiel Unterlagen aus dem Unterricht zur Verfügung gestellt, damit ich im Selbststudium die Stunden nachholen konnte, die ich aufgrund meines Jobs verpasst habe", so Vila. Neben Studium und Beruf engagierte sich die gebürtige Madrilenin auch ehrenamtlich, etwa als Deutschlehrerin in einer Flüchtlingsunterkunft in Bergheim. "Trotz dieses hohen Arbeitsaufkommens hat sich Fernanda Vila intensiv in die Zusammenarbeit mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen eingebracht. Sie ist eine Bereicherung für den Masterstudiengang Konferenzdolmetschen und unser Institut", sagt Ahrens.

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