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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

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Claudia Hermens

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE)

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Dr. Claudia Roller

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für die Wissenschaft der Sozialen Arbeit (IRIS)

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Entwicklung eines professionellen Habitus durch Zusammenführen von Theorie & Praxis?

An der Fachtagung am 11. Mai 2017 standen zum einem Auseinandersetzungen mit dem Reflexions- und Diskursmodell „Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit“ im Mittelpunkt und zum anderen bot sich die Gelegenheit, mit Vertreter*innen aus der Wissenschaft und der Profession der Sozialen Arbeit sowie mit Studierenden Fragen zur Entwicklung von Professionalität in der Sozialer Arbeit zu diskutieren.

Professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit basiert auf unterschiedlichen Wissensformen aus Wissenschaft und Praxis. Hiermit kommt die Frage nach der Integration von Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen auf dem Weg zur Entwicklung eines professionellen Habitus auf. Auf der Fachtagung, dem DIES ACADEMICUS am 11. Mai 2017 an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln, stand zum einen die Auseinandersetzung mit dem Reflexions- und Diskursmodell „Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit“ im Mittelpunkt des Tages. Seit 2014 arbeiten Lehrende mit dem Modell in den Praxisbegleitveranstaltungen im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an der TH Köln. Zum anderen bot diese Tagung Gelegenheit zum kritischen Austausch mit Vertreter*innen aus der Wissenschaft und der Praxis Sozialer Arbeit hinsichtlich Professionalität in der Sozialen Arbeit.auszutauschen. Gleichzeitig konnte in diesem Rahmen mit den Begründer*innen des Modells aus der Schweiz, mit Lehrenden anderer Hochschulen und der TH Köln sowie mit Kolleg*innen aus der Profession und mit Studierenden der Fakultät das Thema "Professionalität" diskutiert werden.

Nach einer Begrüßung und der Einführung in die Tagung durch Claudia Hermens und Dr. Claudia Roller und Prof. Dr. Sigrid Leitner, Prodekanin für Forschung und für Diversity folgte das Hauptreferat Theorie-Praxis-Relationierung und Wissensdiskurs in der Sozialen Arbeit durch Dr. phil. Eva Tov und Achim Korthaus (FHNW Schweiz).

Nachdem die Referent*innen ihre verschiedenen Arbeitsgruppenthemen für den Nachmittag kurz vorstellten, bot sich die Möglichkeit, mit modellerfahrenen Studierenden bei ihren Posterpräsentationen ins Gespräch zu kommen sowie die Diskursplattform „Confluence“ unter der Anleitung Studierender kennen zu lernen.

Unterstützt durch Studierende der Fakultät folgte am Nachmittag die Arbeit in Gruppen.

AG Inhalte/Thema Downloads
Dokumentation der Arbeitsgruppen

A

In der Arbeitsgruppe A unter der Leitung von Susanne Pott erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Entwicklung eines (selbst)reflexiven Habitus durch Zusammenführung von Theorie und Praxis am Beispiel der Gesundheitsförderung in der stationären Kinder- und Jugendhilfe.

Entwicklung eines professionellen Habitus durch Zusammenführen von Theorie und Praxis?

 Kurzbericht AG A

B

Die Professionalität Sozialer Arbeit im multiprofessionellen Setting am Beispiel der Psychiatrie nahm Martin Kemp in der Arbeitsgruppe B mit den Teilnehmenden in den Blick.

Professionalität Sozialer Arbeit im multiprofessionellen Setting

Kurzbericht AG B

C

Die Zusammenführung von Theorie und Praxis diskutierte auch Pia Seidel-Paetz mit dem Versuch einer Wegbeschreibung am Beispiel eines Betreuungsvereins in der Arbeitsgruppe C.

Kurzbericht AG C

D

Dr. Eva Tov nutzte den Raum, um in der Arbeitsgruppe D über die Arbeit mit Schlüsselsituationen als Instrument in der Praxisausbildung (oder „darf ich um ein Tänzchen bitten?) in eine Diskussion zu kommen.

Arbeit mit Schlüsselsituationen in der Praxisausbildung – oder Darf ich um ein Tänzchen bitten?

Kurzbericht AG D

F

Absolventinnen des Studiengangs Soziale Arbeit ließen in der Arbeitsgruppe F Einblicke in ihre Abschlussarbeiten zu. Heike Fiebig stellte ihre rekonstruktive Studie vor, die Studierende bei Relationierung von Theorie und Praxis im Studium in den Fokus nahm. Melanie Pracht präsentierte eine Konzeption entwickelt für die Praxis (Reso-Map).

Relationierung von Theorie und Praxis im Studium

Reso-Map: Ein risiko- und ressourcenorientiertes diagnostisches Verfahren

Kurzbericht AG F

G

Prof. Dr. Udo Seelmeyer diskutierte in der Arbeitsgruppe G die Unterstützung von Professionalisierungsprozessen durch IT (- zwischen digitaler Falldokumentation und organisationalem Wissensmanagement).

Unterstützung von Professionalisierungsprozessen durch IT

Kurzbericht AG G

I

Inklusionsbedarfe und digitale Tools für die Soziale Arbeit thematisierte Prof. Dr. Isabel Zorn in der Arbeitsgruppe I.

Inklusion und Medien: Schlüssel zu Partizipation in der Sozialen Arbeit

Kurzbericht AG I

K

"Warum entscheiden Sie so und nicht anders?" fragten sich Prof. Dr. Carmen Kaminsky in der Arbeitsgruppe K. Wobei die Ethik und Verantwortung in der sozialberuflichen Praxis im Zentrum der Diskussionen stand.

Kurzbericht AG K

L

Professionalität in der Sozialen Arbeit kam auch in der Arbeitsgruppe L unter Leitung von Janine Birwer und Dario Deloie in den Blick.

Professionalität in der Sozialen Arbeit

Kurzbericht AG L

Beim Dies Academicus im Sommersemester 2017 konnte somit das Thema Entwicklung von Professionalität und die "Zusammenführung von Theorie und Praxis" bezogen auf die Soziale Arbeit mit einem breiten Publikum diskutiert und die unterschiedlichen Blickwinkel der Vertreter*innen aus der Profession, der Wissenschaft sowie der Studierenden erörtert werden. Im Abschlussplenum wurden bereits Hinweise für den weiteren Diskurs formuliert: Z. B. wurde die Notwendigkeit benannt, Mediennutzungsangebote als Teilhabe- und Inklusionsinstrumente im Studienangebot stärker zu fokussieren oder Sozialinformatik als Querschnittthema in den Handlungskonzepten mit zu denken sowie weitere Kommunikationsräume für Fragen zur Professionalisierung und Entwicklung von Professionalität in der Sozialen Arbeit an unserer Fakultät zu schaffen. (Bericht zum DIES ACADEMICUS)

…das Thema der Tagung ist aufgrund der Bedeutsamkeit für unsere Profession sehr gut gewählt

(Feedback einer Referentin)

…die Tagung war eine durchaus inspirierende und gute Vorbereitung auf die Praxiszeit

(Feedback einer Studentin)

neugierig & inspiriert

(Rückmeldungen zum Modell aus dem Plenum)

Das Auswertungstreffen zur Tagung Ende Juni 2017, zu dem alle Interessierten der Fakultät, gemeinsam mit Referent*innen und Teilnehmenden am Dies Academicus eingeladen wurden, verdeutlichte, dass der Wunsch nach der strukturellen Verortung des Themas an der Fakultät besteht, an dem Fragen zur Professionalisierung und die (Weiter)Entwicklung von Professionalität aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden können.

Erste Ideen konnten hierzu bereits generiert werden. Geprüft wird derzeit, ob die einmal im Jahr stattfindende Praxismesse künftig als Plattform für eine Auseinandersetzung zwischen Disziplin und Profession nutzbar gemacht werden könnte, um Synergien für alle Akteur*innen zu erzeugen.

Die Veranstalter*innen danken allen Beteiligten und der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, dem Institut KJFE und IRIS.

(für die Dokumentation Heike Fiebig, Claudia Hermens und Dr. Claudia Roller)

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