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Autonomieräume im Sozialstaat

Forschungsschwerpunkt an der TH Köln
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Prof. Dr. Dagmar Brosey

Angewandte Sozialwissenschaften
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Reader zum Thema Vermeidung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen (FeM)

Eine Sensibilisierung gegenüber Gewalt innerhalb von Pflegekontexten und ein fachlicher Wissensausbau zu FeM ist dringend geboten – nicht nur aufseiten häuslich Pflegender. Damit FeM vermieden werden können, brauchen pflegende Angehörige und auch in Pflegekontexten beruflich tätige Personen die Möglichkeit, sich das dazu notwendige pflegefachliche und rechtliche Wissen anzueignen.

Ziel dieser Ausarbeitung ist es, genau dazu beizutragen. Die immanent mitlaufende Frage ist: Wie können FeM vermieden werden? Dabei möchten wir insbesondere jene Personen ansprechen die beruflich in Pflegekontexten tätig sind, da sie mit ihrem Kontakt zu Erkrankten,  Pflegenden und weiteren Angehörigen die wichtigste Stellschraube darstellen, um eine gewaltfreie Pflege in der Praxis zu realisieren . 

In Kapitel 1 werden nun zunächst Informationen und aktuelle Forschungsergebnisse zu dem Themenfeld zusammengefasst: Welche Formen von FeM gibt es, wie häufig kommen solche Maßnahmen zum Einsatz, welche Risikofaktoren erhöhen die Anwendungswahrscheinlichkeit und welche Faktoren lösen bei pflegenden Angehörigen Sorgen um die Sicherheit der Erkrankten aus? Nachdem diese Fragen beantwortet wurden, werden in Kapitel 2 die aktuelle Rechtslage und die daraus resultierenden Folgen für die häuslich erbrachte Pflege im Kontext rechtlicher Betreuung dargelegt: Welche rechtlichen Maßstäbe gelten für FeM, wer darf diese veranlassen und kann eine FeM überhaupt im Einzelfall erforderlich sein, wenn doch  Alternativen möglich sind? Nach den diesbezüglichen Erörterungen werden in Kapitel 3 und 4 konkrete Ansatzmöglichkeiten vorgestellt, um FeM in der Pflege zu vermeiden und Maßnahmen auf ihre Legitimität und Sinnhaftigkeit hin zu prüfen: Welche Alternativen gibt es, um FeM zu vermeiden und wie können Maßnahmen auf ihre Eignung und Erforderlichkeit hin geprüft werden? Welche alternativen Vorgehensweisen gibt es beim Vorliegen einer Sturzgefährdung und welche bei Vorliegen herausfordernder Verhaltensweisen?

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