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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

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Prof. Dr. Sefik Tagay

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Prof. Dr. Tagay betreut erfolgreich Promotion zu chronischen Schmerzerkrankungen in Paarbeziehungen

Doktorandin Frau Marie Hölting schließt ihre Promotion erfolgreich zum Thema „Chronische Schmerzerkrankungen im Kontext von Paarbeziehungen“ ab (Bild: privat)

Aktuell betreut Prof. Dr. habil. Sefik Tagay (Professur für Psychologie mit dem Schwerpunkt Public Health) 12 Doktorand*innen der Universität Duisburg-Essen. Am 09.06.2020 hatte seine Doktorandin Frau Marie Hölting (Medizinerin) ihr Rigorosum. Ihre Promotion zum Thema „Chronische Schmerzerkrankungen im Kontext von Paarbeziehungen“ wurde insgesamt mit der Note „cum laude“ (2) bewertet.

Chronische Schmerzerkrankungen sind weit verbreitet. Rund 23 Millionen Menschen in Deutschland leiden daran. Bei mehr als vier Millionen von ihnen sind die Beschwerden so stark ausgeprägt, dass es zu massiven bio-psycho-sozialen Beeinträchtigungen im Alltag kommt. Chronischen Schmerzen treten wiederkehrend oder anhaltend über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten auf und gelten als eigenständige Erkrankung. Zu den häufigsten chronischen Schmerzarten gehören Rücken-, Kopf-, Nerven- und Tumorschmerzen (DGS, 2019).

In dem Promotionsprojekt wurden 141 Patient*innen mit chronischen Erkrankungen im Alter von durchschnittlich 56 Jahren mittels einer breiten Testbatterie zu Depressivität und Ängstlichkeit, gesundheitsbezogener Lebensqualität und Ressourcen im Sinne der Selbstwirksamkeit untersucht. Von zentraler Bedeutung war die Fragestellung, inwieweit die partnerschaftliche Qualität bzw. das dyadische Coping einen Einfluss auf das Schmerzerleben, die psychische Belastung und Lebensqualität einnimmt und wie sich ihre Wechselwirkung mit der Selbstwirksamkeit darstellt.

Die Ergebnisse unterstreichen die Relevanz der Problematik in der Behandlung chronischer Schmerzpatient*innen durch komorbide psychische Störungen sowie die Relevanz von Ressourcen für den Verlauf einer Schmerzerkrankung. Es zeigt sich ein Zusammenhang zwischen Beziehungsstabilität bzw. dyadischem Coping und Schmerzerleben. Mitbetreuung für Schmerzkranke sowie der Miteinbeziehung ihrer Partner*in in die schmerztherapeutische Behandlung machen die Ergebnisse dieser Studie deutlich.

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