Prof. Dr. Frederic Vobbe

Institut für Geschlechterstudien (IFG)

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Daniel Schäfer

Daniel Schäfer

Team Presse und Öffentlichkeitsarbeit

  • Telefon+49 221-8275-5465

Neuberufen 2025: Prof. Dr. Frederic Vobbe

Dr. Frederic Vobbe ist neuberufener Professor für Angewandte Ethik. (Bild: Michael Bause / TH Köln)

Dr. Frederic Vobbe ist Professor für Angewandte Ethik und beschäftigt sich mit tabuisierten oder kontrovers diskutierten Forschungsthemen. Im Interview gibt er Studierenden einige Tipps für ein effektives Zeitmanagement und eine mögliche Erklärung, warum sein Schreibtisch mit zunehmendem Alter immer ordentlicher wird.

Studium: Soziale Arbeit und Religionspädagogik an der Evangelischen Hochschule Freiburg

Promotion: „‚Auch wenn die Welt manchmal wild aussieht‘ Multimodale empirische Forschung zu einer Kindertheologie des Hiobbuches“, Universität Hildesheim

Berufliche Stationen:

  • Professor für Soziale Arbeit mit den Schwerpunkten Berufsethik und Theorien der Sozialen Arbeit, SRH Hochschule Heidelberg
  • Bildungsreferent der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
  • Fachberater bei Zartbitter Köln, Kontakt- und Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen

Angewandte Ethik ist ein spannendes Thema, weil...

…die Disziplin trotz 2500-jähriger Geschichte nicht altert. Neue Herausforderungen bedürfen neuer Denkanstöße.

Mein fachliches Steckenpferd…

…ist eine Forschungsethik sogenannter Sensitive Topics, also tabuisierter, als privat definierter oder kontroverser Themen. Ich forsche beispielsweise intensiv zu sexualisierter Gewalt. Forschungsethisch geht es in diesem Zusammenhang oft darum, wie Teilnehmende bei Forschungsentscheidungen oder bei der Ergebnisdarstellung mitbestimmen können. Wie können außerdem Forschungsrisiken oder einer politischen Instrumentalisierung der Thematiken vorgebeugt werden?

Rückblickend war mein Studium…

…genau der Frei- und Experimentierraum, den ich gebraucht habe, um selbstständig zu werden.

Wenn ich mal nichts zu tun habe…

…was bei Eltern selten vorkommt, langweile ich mich schnell.

Den Studierenden mitgeben möchte ich…

…gute Ideen brauchen manchmal Zeit. Früher anfangen, heißt, mehr Zeit zu haben. Weniger schlafen auch. Kaffee enthält mehr Koffein als Energy Drinks. Feiern Sie zusammen, studieren Sie gemeinsam.

Auf meinem Schreibtisch…

…herrscht weniger Chaos, je älter ich werde. Wie ich die Entwicklung bewerten soll, weiß ich nicht. Es gibt doch dieses Bonmot: Wenn ein unordentlicher Schreibtisch auf einen unordentlichen Geist hinweist, was verrät uns dann ein leerer Schreibtisch?

Kein Campus ohne…

…gepflegten Streit.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe…

…ist „Gewässer im Ziplock“ von Dana Vowinckel.

Januar 2026

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