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Landeslehrpreis NRW für Prof. Dr. Martin Bonnet

Prof. Dr. Martin Bonnet mit Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (Bild: MKW 2019)

Für seine inspirirenden Innovationen und herausragenden Leistungen in der Hochschullehre ist Prof. Dr. Martin Bonnet mit dem Landeslehrpreis Nordrhein-Westfalen 2019 in der Kategorie Fachhochschulen ausgezeichnet worden.


Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, die für die Weiterentwicklung der Lehre eingesetzt werden sollen. Er wurde erstmals vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft verliehen.

„Es ist wunderbar, dass unsere Hochschule schon bei der ersten Auslobung des Landeslehrpreises erfolgreich ist“, freut sich Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der TH Köln. „Exzellente Lehre ist einer der Kernwerte der TH Köln. Diese Auszeichnung ist eine weitere Bestätigung für unsere programmatische Lehr- und Lernkultur, die wir seit knapp zehn Jahren intensiv verfolgen. Außerdem ist sie eine große Anerkennung für Professor Bonnet, was mich auch persönlich sehr freut. Denn er gehört zu den Pionieren bei der Umsetzung und Weiterentwicklung unserer Lehrstrategie und verfolgt sie mit großem Engagement und Leidenschaft.“  

Prof. Dr. Martin Bonnet Prof. Dr. Martin Bonnet (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Prof. Dr. Martin Bonnet verfolgt eine konstruktivistische Auffassung von Lernen: „Ich sehe mich als Lerncoach und als Facilitator, der in seinen Veranstaltungen nicht instruiert, sondern ermöglicht. Die Lernenden verstehe ich dabei als aktiv und selbstgesteuert Handelnde, die im Rahmen sozialer, emotionaler und situierter Lern- und Bildungsprozesse agieren.“

Der promovierte Chemietechniker ist seit 2004 Professor für Werkstofftechnik und Kunststoffe an der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme der TH Köln. Seine Lehrmodule sind Grundlagenfächer für mehrere ingenieurwissenschaftliche Studiengänge. Über das im Qualitätspakt Lehre geförderte Programm „ProfiL² – Projekte für inspirierendes Lehren und Lernen“ initiierte die TH Köln 2011 eine Reform ihrer Studiengänge, die Martin Bonnet als einer der ersten Lehrenden aktiv und engagiert mitgestaltet hat. So setzt er verschiedene Konzepte wie Problem-Based-Learning, Flipped Classroom und Gamification ein, um die Studierenden bereits zu Beginn des Studiums zum eigenständigen, selbstorganisierten Lernen und dem Lösen komplexer Problemstellungen zu befähigen.

Die Studierenden eignen sich selbstständig die Lehrinhalte anhand von Vorlesungsvideos an, die Bonnet produziert. In den Präsenzveranstaltungen wenden die Studierenden mit Unterstützung studentischer Tutorinnen und Tutoren dann die theoretischen Inhalte praktisch an. Mit großem Erfolg: Im Vergleich zu den Zeiten der Frontalvorlesung hat sich die Durchfallqoute im Modul „Werkstofftechnik“ von 50 auf zehn Prozent reduziert. Für das Konzept wurde Bonnet 2013 mit dem ersten Lehrpreis der TH Köln ausgezeichnet. Mittlerweile hat seine Vorlesungsreihe „Welt der Werkstoffe“ auf YouTube über 15.000 Abonnentinnen und Abonnenten und seine Lehrvideos bis zu 150.000 Aufrufe.

In diesem Jahr wurde Bonnet bereits mit dem Lehrpreis der TH Köln und dem Fellowship für Innovation in der digitalen Hochschullehre NRW für sein Projekt „Gamification als Serious Game“ ausgezeichnet. Das Fellowship des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW ist mit 50.000 Euro dotiert. 2014 prämierte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagebau (VDMA) die Curriculum-Werkstatt „Maschinenhaus-Toolbox“ der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme als Best-Practice-Beispiel, an deren Entwicklung Bonnet maßgeblich beteiligt war. Auch über die Fakultät hinaus fanden seine Lernsettings Eingang in die Lehrstrategie der TH Köln, für die sie 2017 den Genius Loci-Preis für Lehrexzellenz des Stifterverbandes gewann.

„Martin Bonnet inspiriert und unterstützt Lehrende darin, ihre eigenen Module kompetenz- und studienzentriert zu überarbeiten. Nicht nur in unserer Fakultät und unserer Hochschule, sondern auch in der wissenschaftlichen Community. Er begegnet Studierenden wie Lehrenden auf Augenhöhe. Gleichzeitig ist er offen für Anregungen und Kritik und sehr daran interessiert, seine Lehre weiter zu verbessern. Dadurch ist er im Kollegium wie bei den Studierenden gleichermaßen hoch geschätzt“, so Prof. Dr. Hans-Willi Langenbahn, Dekan der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme.

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