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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

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Prof. Dr. Sefik Tagay

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Kompakt-Seminar: „Die Eziden- von der oralen Tradition zur Verschriftlichung“

Prof. Dr. Tagay (Bild: Heike Fischer/TH Köln)

Prof. Dr. Sefik Tagay forscht seit rund 20 Jahren über die Eziden und das Ezidentum, mit besonderem Fokus auf Fragen der Identität und des religiösen Lebens in der Diaspora. Er leitete gemeinsam mit Dr. Daniela Tandecki, Leiterin der Promotionsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung, eine dreitätiges Online-Kompaktseminar zum Thema „Die Eziden- von der oralen Tradition zur Verschriftlichung."

An dem dreitägigen Seminar (19.07.-21.07.2021) nahmen u.a. Promotionsstipendiat*innen der KAS, Mitglieder der Gesellschaft Ezidischer AkademikerInnen (GEA) sowie interessierte Forscher*innen teil.

Die Wurzeln des Ezidentums reichen bis 2000 Jahre v. Chr. zurück. Die Vermittlung religiöser Traditionen und Glaubensvorstellungen beruht seit Jahrhunderten ausschließlich auf mündlicher Überlieferung. Weltweit zählt die Gemeinschaft nur noch rund 1 Mio. Angehörige. Dabei lebt in Deutschland die größte ezidische Diasporagemeinschaft mit rund 250.000 Angehörigen. Das Ezidentum kennt keine verbindliche religiöse Schrift wie etwa die Thora oder die Bibel (Tagay, 2018).

Der Wunsch nach einer Verschriftlichung der ezidischen Religion wird zunehmend von der ezidischen Gemeinschaft in der Diaspora eingefordert. Hierzu führte Prof. Tagay von April bis Juni 2021 auch eine Online-Studie durch, an der rund 300 Menschen aus der ezidischen Gemeinschaft im Alter von 14 bis 66 Jahren teilnahmen. Erste Ergebnisse daraus stellte er in diesem Seminar zur Diskussion vor.

August 2021

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