In 16 Fellows um die Welt: Dr. Darío Fernando Zambrano Mera
16 Wissenschaftler*innen aus 13 Ländern lehren und forschen 2025 und 2026 als International Fellows an der TH Köln. Einer von ihnen ist Dr. Darío Fernando Zambrano Mera. In diesem Interview erzählt er, warum er nach Köln kommen wollte, was den praxisorientierten Ansatz der TH Köln ausmacht und wie das Polymerlabor Bedingungen für hochkarätige Forschung schafft.
Name: Dr. Darío Fernando Zambrano Mera
Heimathochschule: Universidad de Chile
Gastgebende Fakultät an der TH Köln: Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften
Fellowshiptitel: Development and Characterization of Advanced MXene-Polyurethane Coatings for High-Traffic Paint Applications
Dauer des Aufenthalts: 01.09. – 31.12.2025
Das International Fellowship hat mich interessiert, weil…
ich darin eine einzigartige Gelegenheit gesehen habe, meine Forschung zu MXene-Polyurethan-Beschichtungen in einem interdisziplinären und praxisorientierten Umfeld auszuweiten und eng mit Expert*innen für Polymerwissenschaft und angewandte Werkstofftechnik an der TH Köln zusammenzuarbeiten.
Konkret wollte ich während des Fellowships...
die Entwicklung und Charakterisierung von MXene-Polyurethan-Beschichtungen für stark beanspruchte Lackanwendungen vorantreiben, indem ich untersuche, wie Polymer-MXene-Wechselwirkungen deren mechanische, thermische und tribologische Eigenschaften beeinflussen. Die Arbeit im Polymerlabor von Prof. Katrakova-Krüger hat es mir ermöglicht, fortschrittliche Charakterisierungstechniken wie FESEM-EDS für die Mikrostruktur- und Zusammensetzungsanalyse, Nanoindentation für die Kartierung mechanischer Eigenschaften, DSC für das thermische Verhalten und FTIR für chemische Bindungen und Wechselwirkungen zwischen Polymeren und Nanomaterialien anzuwenden, die für das Verständnis der Rolle von MXenen innerhalb der Polyurethanmatrix unerlässlich waren.
Während meiner Zeit in Deutschland wollte ich herausfinden, ...
wie Hochschulen für angewandte Wissenschaften Forschung gestalten und durchführen, die eine enge Brücke zwischen Laborinnovationen und industriellen Herausforderungen schlägt, insbesondere bei der Entwicklung von Funktionsbeschichtungen und Polymer-Nanomaterial-Systemen.
Ich finde, internationaler Austausch ist...
ein Katalysator für bedeutende wissenschaftliche Innovationen, der die Integration von komplementärem Fachwissen, neuen Perspektiven und vielfältigen Forschungskulturen ermöglicht, um globale technologische Anforderungen zu erfüllen.
Etwas, das an meiner Heimathochschule anders ist als an der TH Köln, ist…
der stark praxisorientierte Ansatz an der TH Köln, wo experimentelle Arbeit eng mit industriellen Anwendungen verknüpft ist und durch leicht zugängliche, fortschrittliche Charakterisierungsanlagen unterstützt wird.
Mit zurück an meine Heimathochschule nehme ich, dass…
angewandte Forschungsstrukturen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und industrieorientierte Methodik die Entwicklung, Validierung und den Transfer von fortschrittlichen Materialien wie MXene-basierten Beschichtungen erheblich beschleunigen können.
An der TH Köln gefällt mir, dass...
das von Prof. Katrakova-Krüger geleitete Polymerlabor ein kooperatives, technisch solides und interdisziplinäres Umfeld bietet und damit ideale Bedingungen für hochkarätige Forschung im Bereich fortschrittlicher Materialien schafft.
Was ich in Köln unbedingt erleben wollte, ist...
sowohl die Forschungskultur, die Polymerwissenschaft und technische Anwendungen miteinander verbindet, als auch das pulsierende Alltagsleben einer vielfältigen, dynamischen und geschichtsträchtigen Stadt.
Über das Personalgewinnungskonzept „PLan_CV“
Das International-Fellows-Programm ist ein Baustein des Projekts PLan_CV („Professur-Laufbahn an Hochschulen für angewandte Wissenschaften neu denken: Collaboration und Vernetzung“). Es soll exzellentes Personal für Professuren an der TH Köln gewinnen und eine bessere Durchlässigkeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erreichen. Das Projekt wird im Rahmen des Programms zur Förderung der Gewinnung und Qualifizierung professoralen Personals an Fachhochschulen mit 12,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Januar 2026