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Einladung zur Einsatzübung: Drohne zur Ortung von Verschütteten

Projektlogo FOUNT2 (Bild: Universität Freiburg - IMTEK)

Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten testen eine neuentwickelte Drohne im simulierten Realeinsatz. Der Test erfolgt im Rahmen des Forschungsprojektes „Fliegendes Lokalisierungssystem für die Rettung und Bergung von Verschütteten“ (FOUNT²), das von einem Projektkonsortium unter der Leitung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg durchgeführt wird.

Die Einsatzübung des Instituts für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der TH Köln findet auf dem Gelände des Training Center Retten und Helfen (TCRH) in Mosbach statt, zu der wir Sie herzlich einladen möchten.

Termin: Sonntag, 16. Juni 2019 um 9.30 Uhr
Ort: Training Center Retten und Helfen, Luttenbachtalstr. 30, 74821 Mosbach.

Wir bitten Sie, sich anzumelden unter: sebastian.schmitz1@th-koeln.de

Im Rahmen der Übung, die das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der TH Köln organisiert hat, wird in Zusammenarbeit mit Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten erstmals eine Drohne getestet, welche es ermöglicht, Verschüttete in einem Trümmerfeld mit Hilfe eines Bioradars zu orten. Als Übungsszenario wird ein Erdbeben in einem Wohngebiet simuliert, bei dem zwei Wohnhäuser eingestürzt sind. Im Einsatzverlauf müssen mehrere Verschüttete mit Hilfe der Drohne geortet und anschließend gerettet werden.

Unter der Koordination von Herrn Prof. Dr. Leonhard Reindl von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg entwickeln die TH Köln und die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) mit weiteren Projektpartnern bis Oktober 2019 eine leistungsstarke, unbemannt fliegende Plattform, welche Rettungskräfte bei ihrer Suche nach Überlebenden entlasten soll. Dabei wird durch die Drohne ein integriertes Bioradar zur Detektion von Lebenszeichen (Atembewegung des Brustkorbs) auf den Trümmerstrukturen eingestürzter Gebäude positioniert. Dieses Vorgehen ermöglicht es den Rettungsmannschaften, gezielt Überlebende lokalisieren zu können, unter zeitgleicher Reduzierung des Risikos für die Rettungsmannschaften, selbst verschüttet oder verletzt zu werden. Werden Überlebende lokalisiert, können Retter zielgerichtet an den Bergungsort herangeführt werden.

Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der TH Köln ist im Projekt FOUNT² unter anderem für die Ermittlung der funktionalen, technischen und einsatztaktischen Anforderungen, für die Einbindung in bestehende Einsatzkonzepte sowie die Anwenderschulung zuständig. Außerdem evaluiert und validiert das Institut die Projektergebnisse durch Labor- und Realübungen anhand dafür entwickelter Sicherheitsszenarien. Ziel ist es, eine hohe Praxistauglichkeit des neuen FOUNT²-Systems zu gewährleisten und damit zur Verbesserung der Gefahrenabwehr bei Gebäudeeinstürzen beizutragen. Die Leitung des Teilprojekts des IRG obliegt Herrn Prof. Dr.-Ing. Ompe Aimé Mudimu.

In dem Projekt arbeiten die TH Köln, die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit dem Institut für Mikrosystemtechnik, Professur für Elektrische Mess-und Prüfverfahren und dem Institut für Informatik, Professur für Autonome Intelligente Systeme, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), die MEDER CommTech GmbH (Singen), die HerSi Electronic Development GmbH & Co. KG (Regensburg), die contagt GmbH (Mannheim) und der Reco Service Robert Schmidkonz (Nittenau) zusammen.

Assoziierte Partner sind das Institut für Notfallmedizin (IfN) der Berufsfeuerwehr Köln, der Deutsche Rettungshundeverein DRV e.V. (Waldmünchen), Feuerwehr und Katastrophenschutz der Stadt Mannheim sowie das Technische Hilfswerk.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Bild: BMBF)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt FOUNT² im Rahmen des Themenfeldes „Innovative Rettungs- und Sicherheitssysteme“ im Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit 2012 – 2017“ der Bundesregierung. Die Förderung des Gesamtprojekts beträgt 1,9 Millionen Euro, davon erhält die TH Köln eine Förderung in Höhe von 440.000 Euro.

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