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Ein Jahr Talentscouting-Programm

Uni und TH Köln ziehen erfolgreiche Bilanz: Bei einem Festakt wurden 20 Kooperationsschulen als „Schule im Talentscouting“ ausgezeichnet. Bisher werden bereits 450 Schülerinnen und Schülern durch die Kölner Talentscouts begleitet.

Die TH Köln und die Universität zu Köln ziehen eine positive Zwischenbilanz des gemeinsamen Förderprojekts „Talentscouting“. Dies bekräftigten die beteiligten Partnerinnen und Partner am Abend des 11. September 2018 bei den Feierlichkeiten anlässlich des einjährigen Projektbestehens, zu dem neben der Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes auch der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft gekommen waren. Daneben kamen auch über 200 Besucherinnen und Besucher von den beteiligten Kölner Schulen in die Aula der Universität zu Köln. 20 Kooperationsschulen wurden mit der Plakette „Schule im Talentscouting“ ausgezeichnet.

„Das Talentscouting trägt aktiv dazu bei, die Chancengerechtigkeit im Zugang zur Hochschulbildung zu stärken – unabhängig von der sozialen Herkunft. Unsere Talentscouts helfen den Schülerinnen und Schülern ihre Interessen, Ziele und Träume wahrzunehmen und über den Weg an die Hochschule ernsthaft und mit Selbstbewusstsein nachzudenken. Und wenn die Entscheidung zugunsten der Hochschule gefallen ist, begleiten sie die Talente auch im Studium“, sagte Professorin Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der TH Köln.

„Wir brauchen Menschen, die junge Talente an die Hochschulen heranführen – durch persönliche Kontakte und konkrete Begegnungen. Genau hier setzt das Talentscouting-Programm an, das neben der Zusammenarbeit zwischen Universität und Technischer Hochschule auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren in der Region stärkt. Nachhaltige Veränderungen wie diese benötigen Zeit. Aber für das Ziel einer langfristigen Wirkung von Talentscouting lohnt sich ein langer Atem“, sagte Professorin Dr. Bettina Rockenbach, Prorektorin für Forschung der Universität zu Köln in ihrem Grußwort.

„Das Besondere am Talentscouting ist der individuelle Ansatz.  Die Talentscouts sehen die Jugendlichen mit ihren Stärken und Potentialen. Sie suchen nach individuellen Zugängen und Wegen und machen Mut, diese dann auch zu gehen. Wir freuen uns daher sehr, dass Köln am landesweiten Programm so erfolgreich teilnimmt“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser.

„Wenn die Talente es durch die Begleitung schaffen, einen Weg für sich zu finden, hat dies wiederum auch einen Mehrwert für das Umfeld; in Köln sagen wir, für das „Veedel“. Wir wissen zudem, dass Jugendliche, die einen Weg einschlagen, der in der Universität oder TH mündet, sich zu Vorbildern entwickeln können. Andere Schülerinnen und Schüler schauen zu ihm oder ihr auf. Das wäre wünschenswert“, sagte Elfi Schop-Antwerpes.

Das Kölner Team ist Teil des nordrhein-westfälischen Talentscouting-Programms, das von der Landesregierung und dem NRW-Zentrum für Talentförderung mit Hauptsitz in Gelsenkirchen betrieben wird. Ziel des Programms ist es, talentierte Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und zu beraten. Denn viele talentierte junge Menschen, die zwar das Potenzial und die Motivation für ein Studium haben, entscheiden sich dennoch dagegen. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Talentscouts setzt daher früh an und erstreckt sich bis in das Studium oder die Ausbildung. Dabei ist die Begleitung ergebnisoffen und geht auf die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Schüler und Schülerinnen ein. Damit leistet das Programm einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und zur Fachkräftesicherung in Deutschland.

Das Kölner Team ist derzeit an 24 Schulen aktiv. Nächstes Jahr kommen noch weitere sechs bis sieben Schulen dazu. An der Universität zu Köln und der TH Köln sind jeweils drei Talentscouts aktiv, die an den Schulen Gespräche mit Schülerinnen und Schülern führen. Die drei Scouts der TH Köln beraten junge Menschen zusätzlich im non-formalen Bildungsbereich und in Einrichtungen. Derzeit begleiten die Kölner Scouts ca. 450 Schülerinnen und Schüler vom Beginn der Oberstufe bis zur (Fach-)Hochschulreife und darüber hinaus.

„Auch wenn die Bildungsherkunft so entscheidend für den Weg ist, den man geht, kann man mit dem richtigen Blick und genug Motivation viel erreichen. Meine eigene Biografie hätte mich statistisch gesehen niemals dort ankommen lassen, wo ich nun bin. Dies möchte ich den Jugendlichen mitgeben“, sagte Serap Yilmaz, Talentscout von der Universität zu Köln, auf der Podiumsdiskussion.

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