Co-Site bei der Konferenz „ Fünf Jahre nach der Flut 2021”
Das Projekt Co-Site war am 2. und 3. Juli 2026 bei der Konferenz „Fünf Jahre nach der Flut 2021 – Forschungsperspektiven im Wandel” in Remagen dabei. Neben Vorträgen gestaltete das Team von Co-Site eine Zine-Station, an der Interessierte offene Fragen, Erkenntnisse oder Eindrücke der Konferenz kreativ umsetzen konnten.
Der Campus Remagen der Hochschule Koblenz war Veranstaltungsort.
(Bild: TH Köln)
Die zweitägige Konferenz, die von der TH Köln und vielen weiteren Partnern organisiert wurde, fand am Campus Remagen der Hochschule Koblenz statt. Im Mittelpunkt standen Erfahrungen, Best Practices, Herausforderungen und noch bestehende Bedarfe nach der Flutkatastrophe im Juli 2021.
Prof. Dr. Alexander Fekete, bei Co-Site zuständig für den Bereich Risiko- und Krisenmanagement, begrüßte die Teilnehmenden. In zahlreichen Sessions, Paneldiskussionen und Workshops wurden Fragen diskutiert, wie:
- Wo stehen wir in der Forschung und beim Wiederaufbau?
- Was wissen wir? Wie können wir unser Wissen weitergeben?
- Wie können wir erinnern?
Erste Forschungsergebnisse von Co-Site präsentiert
Ines Könsgen stellte erste Ergebnisse ihrer Doktorarbeit vor, in der sie die Auswirkungen des Hochwassers 2021 auf die Risikowahrnehmung und Hochwasservorsorge der Bewohner*innen in Leverkusen-Opladen und -Schlebusch untersuchte. Beide Stadtteile waren ebenfalls von der Flutkatastrophe im Juli 2021 betroffen.
Die Analyse zeigte, dass die Betroffenheit durch das Hochwasser nicht nur die Risikowahrnehmung für weitere Hochwasserereignisse erhöhte, sondern auch das Bewusstsein für andere Extremwetterereignisse wie Hitzewellen und Dürren schärfte. Allerdings wurden von den Befragten trotz gestiegener Risikowahrnehmung nur bei 20 % konkrete Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt – viele gaben an, keine Maßnahmen ergriffen zu haben, da sie entweder über eine Versicherung verfügten oder als Mieter*innen keine baulichen Veränderungen vornehmen konnten. Dieses Wissen kann gezielt genutzt werden, um Kommunikationsformate für betroffene Bürger*innen zu entwickeln und so zu einer resilienteren Gesellschaft beitragen.
Kreativer Zugang zum Thema
Co-Site war zudem mit einer Zine-Station vertreten. Hier konnten die Teilnehmenden ihre Eindrücke, Erkenntnisse und offene Fragen zur Konferenz und zur Flutkatastrophe kreativ auf Papier verarbeiten. Die einzelnen gestalteten Seiten werden zu einem Zine, einem kleinen, selbstgemachten Heft zusammengestellt. Ziel ist es, die vielschichtigen Aspekte der Flutkatastrophe und ihre langfristigen Folgen lebendig und greifbar darzustellen – und so einen Beitrag zur Erinnerungskultur im Ahrtal zu leisten.
Außerdem hatte das Team die erste Version des Zines „Nichts bleibt wie es wa(h)r” als Anschauungsmaterial dabei. Dieses Zine entstand bei einem Book Sprint im November 2024, bei dem Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen ihre Erfahrungen und Geschichten rund um die Flutkatastrophe im Ahrtal schriftlich oder künstlerisch aufgearbeitet haben.
Hintergrund
Extremer Starkregen führte am 14./15. Juli 2021 zu einem Jahrhunderthochwasser, das Todesopfer und Verletzte forderte. Zudem kam es zu großen Schäden an zahlreichen Wohnhäusern und der Infrastruktur, die langwierige Wiederaufbaumaßnahmen erforderlich machten. Besonders betroffen waren das Ahrtal und weitere Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Juli 2026
Co-Site
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