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Co-Kreation in der Region – Systemisch und innovativ Transfer entwickeln

Ein etwas anderer Rückblick auf die Ahrtal-Flut 2021: Kreative Beiträge im Book Sprint

Wie lassen sich die Erlebnisse der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 aus verschiedenen Perspektiven kreativ erzählen und niedrigschwellig dokumentieren? Bei einem zweitägigen Book Sprint an der TH Köln im November 2025 wurden kurze und vielfältige Beiträge erstellt, die die Erlebnisse und Erfahrungen rund um die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 aus der Perspektive der Teilnehmenden dokumentieren.

Bei einem Book Sprint am 13. und 14. November 2025 zum Thema „Flut im Ahrtal 2021“ kamen Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen zusammen, um ihre Erfahrungen und Geschichten rund um die Flutkatastrophe im Ahrtal schriftlich oder künstlerisch aufzuarbeiten. Organisiert vom Projekt Co-Site der TH Köln und unterstützt von der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek stand die Veranstaltung ganz im Zeichen des gemeinschaftlichen Erinnerns und Reflektierens.  

Im Mittelpunkt standen die vielfältigen Erlebnisse der ersten Wochen nach der Flut, die Rolle der helfenden Hände, die emotionalen und realen Veränderungen im Ahrtal, die anschließende Forschung sowie die Auswirkungen auf die Teilnehmenden und wie diese Erfahrungen sie verändert haben. Grundlage für die kreative Arbeit bildeten Interviews mit Menschen aus der Region sowie persönliche Erfahrungen, wissenschaftliche Fakten, eigenständige Forschung und vielfältige Berichte in Form von Texten, Bildern, Videos, Audios und Gedichten.

Raum für fokussierte und kreative Zusammenarbeit  

Einen geeigneten Raum für die Arbeit bot die Methode des Book Sprints: Expert*innen arbeiten dabei für zwei bis fünf Tage intensiv zusammen, tauschen sich fortlaufend fachlich aus und geben sich gegenseitig Feedback. So entstehen in kurzer Zeit hochwertige, gemeinsam erarbeitete Publikationen – ein Format, das Wissensaustausch, Kreativität und Teamarbeit gleichermaßen fördert. Zudem fördert die Methode des kollaborativen Schreibens den interdisziplinären Austausch und verbindet wissenschaftliche, künstlerische und gesellschaftliche Perspektiven. Der Book Sprint zur Flut im Ahrtal setzte keine Grenzen an die Formen der Beitragsgestaltung – alle Ausdrucksformen waren willkommen und erwünscht.

Kreative Wissenschaftskommunikation 

Diese vielfältigen entstandenen Beiträge bilden die Grundlage für ein Zine, also ein selbstgestaltetes nicht-kommerzielles Magazin, das die zusammengetragenen und ausgedrückten Erinnerungen und Erfahrungen rund um die Flut festhalten und zugänglich machen soll. Es wird Open Access veröffentlicht und so frei und langfristig zugänglich gemacht. Der Book Sprint und das Format des Zine zeigten eindrucksvoll, wie persönlich, emotional und kreativ Wissenschaftskommunikation sein kann, abseits von Social-Media-Posts und klassischen wissenschaftlichen Publikationen. Durch die Verbindung von Erfahrungsberichten, künstlerischen Beiträgen und wissenschaftlichen Inhalten gelang es, die komplexen Facetten der Flutkatastrophe und ihre Nachwirkungen vielfältig und anschaulich abzubilden und so einen Beitrag zur Erinnerungskultur im Ahrtal zu leisten.

November 2025

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