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Dr. Margarete Busch

Dr. Margarete Busch

Hochschulbibliothek
Team Zentraler Service

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Ein offener Ort für kreatives Lernen und Begegnung

Arbeitsplätze vor Ort (Bild: TH Köln)

Das durchdachte Raumkonzept der neuen Hochschulbibliothek am Campus Gummersbach greift aktiv den veränderten Bedarf von digitalem Lernen und Forschen auf. Die komplexen Raumangebote unterstützen konzentriertes Lernen, interdisziplinäre Vernetzung, persönlichen Austausch – oder einfach die Freude am Verweilen.

Nach rund zweieinhalb Jahren Planungs-, Bau und Umsetzungsarbeiten gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Hochschulreferate Bau- und Gebäudemanagement und Finanzen sowie der Campus IT, öffnete die neue Campusbibliothek Gummersbach termingerecht am 31. August ihre neuen Räumlichkeiten in einem Neubau in der Steinmüllerallee 4. Aufgrund der kontinuerlich gestiegenen Studierendenzahlen hatte sich längst abgezeichnet, dass die Mensa ihre Fläche auf die bisherigen Bibliotheksräume ausweiten musste. Um so erfreulicher, dass es der TH Köln bald schon gelang, mit dem Bezug des Erdgeschosses eines Neubaus der ABLE-Group am Standort eine hervorragende Raumlösung für die neue Bibliothek zu finden.


Inspiration und (digitale) Kommunikation

Unterstützt durch die Hochschulleitung, nutzte die Bibliothek den Neubau als Chance, um dank einer fundierten Raumkonzeption dem Handlungsfeld »Lernort Hochschulbibliothek« eine neue räumliche Sichtbarkeit zu verschaffen. In Anlehung an das Gestaltungsprinzip aus Design und Architektur »Form follows
function« sollte sich die Raumgestaltung maßgeblich an die Anforderung der Nutzerinnen und Nutzer an eine moderne wissenschaftliche Bibliothek ausrichten.

In Austausch mit Lehrenden der Hochschule flossen daher Überlegungen ein, wie sich die Nutzung der Bibliothek als Folge digitaler Lehre und Studium verändert. Ebenso wurden Erwartungen an eine Vernetzung von Bibliothek und digitalem Campus Gummersbach berücksichtigt. Als dritter konzeptioneller Strang wurde schließlich analysiert, mit welchen Erwartungen Studierende, Lehrende und Forschende, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Bibliothek als Ort für Inspiration, Lernen und Austausch aufsuchen.

Lernen soll räumlich
unterstützt als positive Erfahrung erlebbar gemacht werden,
um so Lernerfolge der Studierenden zu fördern.

Im Rahmen eines extern begleiteten Workshops wurde so eine Reihe von Anforderungen an die räumliche Gestaltung der neuen Campusbibliothek herausgearbeitet. Zeitgleich, unter einem Dach, stehen Nutzerinnen und Nutzern nun auf 1000 m2 Fläche Arbeitsplätze und Räume zur Verfügung, die sowohl individuelles Lernen, Lernen im Team Reflexion über neu Gelerntes wie auch Präsentationen, Gespräche und Informationsausgleich ermöglichen.

Neben einer umfassenden Ausstattung aller Arbeitsplätze mit Strom- und Netzanbindung als Basisanforderung für digitales Lernen, ergänzen daher auch Kreativräume für Kleingruppen sowie ein Lerncafé das Raumangebot. Ein wissenschaftlicher Makerspace für VR/AR-Anwendungen soll zukünftig die campusübergreifende Vernetzung und Zusammenarbeit in Projekten unterstützen. Mit diesem zukunftsweisenden Raumkonzept ist es gelungen, einen neuen Maßstab an die strategische Ausrichtung des Lernortes Hochschulbibliothek zu entwickeln. Es steht zu hoffen, dass die gewonnenen Erkenntnisse auch auf die anderen Campusbibliotheken der TH Köln sowie zukünftige Bibliotheksbauten angewendet werden können.

Zukunftsweisendes Raumkonzept

Basierend auf einem Entwurf des Düsseldorfer Innenarchitekturbüros raumkontor wurde ein Ort für Wissen und Information geschaffen, ein Ort für kollaboratives und interdisziplinäres Lernen und Forschen, für Inspiration und Kreativität, ein sicherer Ort des Wohlfühlens für Begegnungen und Kommunikation und ein digitales Kompetenzzentrum.

Im Kern des gesamten Raumkomplexes befindet sich der Medienbestand, umringt von Räumen, die in der Ausrichtung von Süd nach Nord der Farbgestaltung des Goetheschen Farbkreises folgt: warme Farben in den nach Süden ausgerichteten Räumen, Magenta und Aubergine im Osten, nach Norden kühles Blau und Petrol. Sitzgelegenheiten im großzügigen Foyer bieten Platz zum Treffen und Verweilen, Recherche-Ausleihstationen grenzen an und das Lerncafé bietet Raum für Erholung und die kleine Pause zwischendurch. Zwei Kreativräume in leuchtendem Gelb schließen sich an, ausgestattet mit Magnetwänden und digitalem Whiteboard. Nach Süden liegt ein großer Raum mit ruhigen Einzelarbeitsplätzen, höhenverstellbaren Arbeitsbereichen für Menschen mit Beeinträchtigung sowie einem »Mäander«, der schallgeschützte Lernnischen anbietet, alles in einem warmen Orange. Im Osten befinden sich ein Kopier- und Scannerraum sowie ein Raum mit magentafarbenen Wänden, der schnelle Recherche und Ausdruck an einem Hochtisch ermöglicht.

Auf der Nordseite schließen sich drei Räume für Schulungen und Konferenzen sowie Gruppenarbeit an. Schließlich ergänzt das Raumangebot noch ein Labor, das zusammen mit der Fakultät auch als Raum für Virtual-Reality-Anwendungen genutzt wird, alles in unterschiedlichen blauen Farbtönen.

Am 31. August war es nun endlich soweit– die neue Campusbibliothek hat ihre Pforten geöffnet und mit der Medienausleihe ihren Betrieb aufgenommen. Die gesamte Hochschulbibliothek und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich sehr auf möglichst zahlreiche Besuche. Und die Nutzerinnen und Nutzer können nun testen, ob das Konzept seine Ziele auch tatsächlich erreicht.


September 2020

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