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Christian Sander

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Baden wie die Römer oder übernachten im Art Hotel

Der Entwurf für ein vertikales Badehaus im Stil der Römer und ein Revitalisierungskonzept für die leer stehende Einkaufspassage „Büchel Arkaden“ in Neuss haben den Masterpreis der Fakultät für Architektur der TH Köln gewonnen.

Die erstmals vergebene Auszeichnung ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert und wird gefördert von der „Stiftung für Kunst und Baukultur“ von Britta und Ulrich Findeisen. Die beiden Projekte sowie weitere herausragende Masterprojekte der Fakultät sind noch bis zum 21. Mai 2017 zu sehen auf dem Campus Deutz, Altbau, Betzdorfer Straße 2.

Hannah Tholen aus Düsseldorf hat für ihr Konzept eines vertikalen Badehauses einen von zwei ersten Plätzen und 1.000 Euro gewonnen. Sie orientierte sich an den römischen Thermen des 2. Jahrhunderts v. Chr., die Orte der Kommunikation, des Zeitvertreibs und der Entspannung waren. In diesem Sinne soll das Badehaus ein After-Work-Treff und ein Ort der Erholung sein. Die Abfolge der Räume folgt dem römischen Prinzip: Der Besucher badet sich von heiß zu kalt, sowie von Innen nach Außen. Durch einen Rundgang wird jeder Raum und jedes Becken durchlaufen. Die Wände, Decken und Böden sind mit farbigen Keramikkacheln verkleidet und unterstützen in der Farbgebung das Temperaturempfinden des Badegastes. So badet sich dieser nicht nur von warmen zu kaltem Wasser, sondern auch von warmen zu kalten Farbtönen. Die Arbeit wurde betreut von Prof. Jochen Siegemund und Prof. Carola Wiese.

Die Neusser Büchel Arkaden stehen seit längerer Zeit leer. In seiner Masterarbeit hat Francesco Caruana aus Köln ein Konzept entwickelt, das den Standort am Büchel durch ein Hotelangebot in Form eines Art Hotels wiederbelebt. Dafür erhielt er ebenfalls einen mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis. Das Konzept des neuen Hotels teilt das Grundstück in zwei Bereiche. Im ersten Teil bleibt der historische Charakter bestehen. Der zweite Teil wird entkernt, damit eine moderne und zeitgerechte Architektur für die Hotelzimmer entstehen kann. Durch die subtraktive Bauweise ist der Baukörper von allen Seiten belichtet und belüftet und verfügt über Frei-, Grün- oder Wasserflächen auf allen Etagen. Über Brücken werden die Zimmer erschlossen. Die Außenflächen sind farbig gestaltet, wobei jede Etage von einer anderen Farbe geprägt ist. So entsteht ein Farbverlauf zwischen dem Erdgeschoss und dem fünften Obergeschoss. Dipl. Ing. Architekt BDA Markus Schmale und Dipl. Ing. Architektin Yvonne Brandenburger betreuten die Arbeit

Zwei Anerkennungspreise in Höhe von 500 Euro erhielten Philipp Becker für einen Entwurf der London Public Library und Susanna Häck für die Konversion eines Industrieareals.

16.5.2017

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