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„Das Masterstudium war eine unvergessliche Zeit“

Die Münchner Schadenreguliererin Susanne Seitz schreibt zurzeit ihre Masterthesis im Studiengang Versicherungsrecht. Was sie beruflich umtreibt und wie sie Studium und Job miteinander vereint hat, erzählt sie im Interview.

Susanne Seitz (links) mit Kommiliton*innen Susanne Seitz (links) mit Kommiliton*innen (Bild: Nannette Fabian)

Frau Seitz, Sie sind als Schadenreguliererin im Außendienst für die Generali Deutschland im Großraum Oberbayern unterwegs. Wie sieht Ihr Berufsalltag aus?

Meine tägliche Aufgabe besteht darin, die jeweiligen Schadensfälle vor Ort zu besichtigen, zu dokumentieren und eine erste Bewertung der Sach-und Rechtslage vorzunehmen. Je nach Schadenart müssen anschließend passende Sanierungsdienstleister zur Schadensbehebung ausgewählt werden, deren Kostenvoranschläge es rechnerisch zu prüfen gilt und ggf. nachverhandelt werden müssen. Bei der Regulierung von Haftpflichtschäden sind zur Beurteilung der Haftungsfrage zudem die konkreten Umstände des tatsächlichen Schadenhergangs zu ermitteln. Im Falle eines möglichen Regresses sind außerdem Feststellungen zur Schadenursache sowie Maßnahmen zur Beweissicherung anzustellen. Sollte sich in einem Schadensfall dem Grunde oder der Höhe nach ein Betrugsverdacht ergeben, ist es meine Aufgabe die Aussagen der Beteiligten in einer Verhandlungsniederschrift zu dokumentieren, um anschließend anhand der ermittelten Umstände prüfen zu können, ob sich der Betrugsverdacht erhärtet und weitere Maßnahmen zu ergreifen sind.

Was war der ausschlaggebende Punkt, weshalb Sie sich für ein Masterstudium an der TH Köln entschieden haben?

Bevor ich mich für ein Masterstudium an der TH Köln entschieden habe, habe ich den Aufbau des Studiengangs und die konkreten Lerninhalte mit denen anderer Hochschulen verglichen. Auch wenn ein berufsbegleitendes Masterstudium an der TH Köln für mich als Münchnerin nicht gerade der nächste Weg ist, haben mich die einzelnen Module, die Struktur der Lernphasen, bestehend aus Präsenzzeiten, Onlinephasen und dem Virtual Classroom sowie die Auswahl der Professoren und Dozenten schnell überzeugt.

Sie haben Insurance Management im Bachelor studiert. Inwiefern unterscheidet sich das Masterstudium von Ihrem Erststudium?

Während der Bachelorstudiengang ein breit gefächertes, grundlegendes Wissen aus verschiedensten Bereichen wie zum Beispiel dem Rechnungswesen, der Mathematik oder auch der Psychologie vermittelt, ist der Masterstudiengang Versicherungsrecht ausschließlich auf Inhalte der Rechtswissenschaften ausgerichtet und damit wesentlich differenzierter und tiefgreifender. Er bietet die Möglichkeit, sich eingehend mit verschiedensten Rechtsfragen sowie der zugehörigen Rechtsprechung und Literatur zu befassen, diese von mehreren Blickwinkeln aus zu beleuchten, eigenständig erarbeitete Lösungswege darzulegen und diese im Nachgang mit den Kommilitonen und den Professoren zu diskutieren.

Studium und Job: beides gleichzeitig ist oftmals nicht leicht zu bewältigen. Wie managen Sie den Spagat und was raten Sie denjenigen, die auch berufsbegleitend studieren wollen?

Der Schlüssel zum Erfolg lautet meines Erachtens Selbstdisziplin und Ehrgeiz. Denn wenn man sich neben dem Job weiterführend für ein Masterstudium entscheidet, sollte man auch voll und ganz hinter diesem Vorhaben stehen. Konkret bedeutet das, dass der gewählte Studiengang unabdingbar dem eigenen Interesse entsprechen sollte und dass man sich seine Zeit gut einteilen muss, um allen Anforderungen gerecht werden zu können. Jedem der vor dieser Entscheidung steht, rate ich deshalb, sich mit dem Kern des Studiengangs vorab dezidiert zu befassen, um für sich selbst feststellen zu können, ob das Interesse groß genug ist, um diesen Weg zu gehen.

Wenn Sie auf die vergangenen Semester zurückschauen, was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Aus fachlicher Sicht ist mir unser Moot Court sowie die Vorbereitung hierauf besonders in Erinnerung geblieben. Eine mündliche Prüfung als fiktive Gerichtsverhandlung zu gestalten, in der jeder Student in die Rolle eines Anwalts oder Richters schlüpfen kann, halte ich für sehr kreativ und für den Lernerfolg absolut effizient. Aus menschlicher Sicht wird mir besonders der konstruktive Austausch mit den Professoren wie zum Beispiel mit Prof. Schimikowski oder mit Prof. Maier fehlen, die für den Studiengang eine nicht wegzudenkende Bereicherung darstellen. Die Zusammenarbeit zwischen den Studenten und die gegenseitige Unterstützung, insbesondere in den Phasen der Prüfungsvorbereitung, war außerdem mehr als hilfreich und machte den Studiengang zu einer unvergesslichen Zeit.

Vielen Dank, Frau Seitz, für das Gespräch!

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