Alumna Lidija Globokar in Forbes-Liste gewählt

Lidija Globakar, Absolventin des Studiengangs Sprachen und Wirtschaft, ist für das von ihr gegründete Project 668 gegen Jugendarbeitslosigkeit auf die erste "30 Under 30 Europe"-Liste in die Kategorie "Policy" gewählt worden.

Lidija GlobokarLidija Globokar (Bild: privat)

Lidija Globakar hat am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (ITMK) den Studiengang Sprachen und Wirtschaft absolviert. Nach ihrem Abschluss 2011 zog es sie nach Brüssel, wo sie Europapolitik und Kommunikation studierte und später während ihres Praktikums bei der EU-Kommission "Project 668" gründete. Als Auszeichnung für ihre Arbeit hat Forbes sie auf die erste "30 Under 30 Europe"-Liste gewählt, wo sie in die Kategorie "Policy" aufgenommen wurde.

Wie kam es zur Gründung des "Projekts 668"?
Wir haben "Project 668" im Jahr 2012 gegründet. Zu dem damaligen Zeitpunkt war ich Praktikantin bei der EU-Kommission. Gemeinsam mit anderen Praktikanten beschlossen wir, etwas gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu tun. Wir alle hatten andere Praktikanten kennen gelernt, die nicht in ihre Heimat zurückgehen konnten, weil es dort keine Jobs gab und die Jugendarbeitslosigkeit hoch war. Das hat uns alle sehr betroffen und war der Hauptmotivator für uns, "Project 668" zu gründen.

Was ist die Idee hinter dem "Projekt 668"?
Zu Beginn ging es darum, "Jobs an die Leute zu bringen". Wir haben eine Datenbank von Lebensläufen aufgebaut und Unternehmen und Organisationen in Brüssel angerufen, um zu schauen, ob sie offene Stellen oder Interesse haben, einen Workshop oder ein Networkingevent mit uns gemeinsam zu organisieren. Später sind wir mehr zur Onlinekommunikation gewechselt, da viele unserer Teammitglieder Brüssel verlassen haben. Mittlerweile konzentrieren wir uns auf die "Hilfe zur Selbsthilfe". Es geht uns darum, unseren Mitgliedern das nötige Handwerk und die nötigen Werkzeuge an die Hand zu geben, die ihnen helfen, beruflich weiter zu kommen oder ihre Karriere zu starten.

Welche konkreten Angebote machen Sie Arbeitgebern und Arbeitsuchenden?
Arbeitsuchende finden bei uns auf Facebook, Twitter und LinkedIn alles rund ums Thema "professional development". Wir teilen Artikel oder verfassen selbst welche, organisieren Webinare zu speziellen Themen, haben ein monatliches "Apéro meeting", wo sich junge Menschen in Brüssel treffen können, um ihre Erfahrungen bei der Jobsuche auszutauschen. Und dann gibt es noch unser regelmäßiges "CV Café", bei dem wir uns die Lebensläufe von den Teilnehmern anschauen und ihnen Feedback dazu geben.

Arbeitgeber finden in uns einen vertrauenswürdigen Partner beim Thema Talentsuche. Sei es eine einfache Veröffentlichung ihres Stellenangebots oder eine gezielte Suche nach einem speziellen Profil – wir helfen ihnen, die richtigen Leute zu finden.

Hat sich für Sie durch die Aufnahme auf die Forbes-Liste etwas verändert?
Ich werde zum Beispiel von meiner ehemaligen Hochschule interviewt ;-). Spaß beiseite. Für mich persönlich bedeutet die Aufnahme auf die Forbes-Liste eine Auszeichnung für meine Arbeit und meine Hingabe für etwas, woran ich glaube und das mir große Freude bereitet. Ich finde in meiner Arbeit für "Project 668" Sinn, und, dass das nun auch von anderen Seiten wahrgenommen und honoriert wird, ist einfach toll. Darüber hinaus hilft es natürlich auch, "Project 668" bekannter zu machen und wird auf lange Sicht hoffentlich einen Meilenstein auf dem Weg zur "social enterprise" darstellen.

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