ISSM

Institut für Sozialpolitik und Sozialmanagement (ISSM) an der TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

Prof. Dr. Sigrid Leitner

Prof. Dr. Sigrid Leitner

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Sozialpolitik und Sozialmanagement (ISSM)

  • Campus Südstadt
    Ubierring 48
    50678 Köln
  • Telefon+49 221-8275-3332

Prof. Dr. Simone Leiber
Universität Duisburg-Essen

Fakultät für Bildungswissenschaften
Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik

Wohlfahrtsverbände als politische Akteure: Drei Empfehlungen

Sozialstaatsreform von unten (Bild: DemSoz)

Wer vertritt die Interessen von Menschen in Armutslagen, wenn ihnen selbst Zeit, Geld oder politisches Gehör fehlen? Das Forschungsprojekt DemSoz hat untersucht, welche Rolle die Soziale Arbeit und Wohlfahrtsverbände als politische Akteure übernehmen können – und daraus drei konkrete Empfehlungen für die anwaltschaftliche Interessenvertretung abgeleitet.

Menschen in Armutslagen verfügen oft nur über begrenzte Ressourcen, um ihre Anliegen in politische Prozesse einzubringen. Umso wichtiger ist die Frage, wie ihre Interessen dennoch Eingang in politische Entscheidungen finden – und welche Rolle dabei die Soziale Arbeit als politische Akteurin spielt. Mit diesem Thema befasste sich das Verbundprojekt „Sozialstaatsreform von unten: Vertretung schwacher Interessen durch die Soziale Arbeit als Demokratisierung von Sozialpolitik?“ (DemSoz) im Zeitraum von 2021 bis 2025 an der Technischen Hochschule Köln und der Universität Duisburg-Essen.

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Rolle die Soziale Arbeit auf unterschiedlichen Akteurs- und Steuerungsebenen sowie in verschiedenen Phasen des Politikprozesses bei der politischen Interessenvertretung von Menschen mit Armutserfahrungen einnimmt (Gräfe et al. 2026a). Einerseits wurden Handlungslogiken und -praktiken individueller Sozialarbeiter*innen beforscht, die in der Sozialberatung als Welfare Mediators zwischen Klient*innen und Sozialverwaltung systematisch Zugänge zu Sozialleistungen ebnen (Gräfe et al. 2026b) oder sich für direkte politische Einmischung in politische Ämter wählen lassen (Löffler 2024).

Andererseits richtete sich der Blick auf Wohlfahrtsverbände als kollektive Akteure der advokatorischen Interessenvertretung (Einhorn et al. 2026): Untersucht wurde ihr Einfluss auf den Armutsdiskurs während der Corona-Pandemie (Smith Ochoa 2025), ihre Strategien der Interessenaggregation (Schein 2026), ihre Kooperationsmöglichkeiten mit Selbstvertretungsinitiativen im Sinne von Power Sharing (Wenzler 2024) sowie ihr Einfluss auf lokale Politikgestaltung am Beispiel einer Fallstudie (Einhorn 2025).

Im Projekt wurde deutlich, dass die Wohlfahrtsverbände eine zentrale Rolle für die politische Einflussnahme Sozialer Arbeit auf (sozial-)politische Reformprozesse spielen. Diese Erkenntnis hat das Forschungsteam dazu veranlasst, am Ende des Forschungsprojekts die Ergebnisse gezielt in handlungspraktische Hinweise für die Verbände als anwaltschaftliche Interessenvertretung zu bündeln. Dies entsprach auch dem Wunsch zweier Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, die das Projekt über die gesamte Laufzeit als Mitglieder des Projektbeirats begleitet haben. Das Ergebnis dieser Überlegungen haben wir in ein Policy Paper zusammengestellt, welches wir im Folgenden zusammenfassend skizzieren. Dabei stehen drei Handlungsbereiche im Zentrum. Weiterlesen

Februar 2026

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