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Vortragsreihe zur slowenischen Architektur

Der "architectural tuesday" der Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln widmet sich in diesem Semester Slowenien. Die Veranstaltungen finden immer dienstags um 19.30 Uhr am Campus Deutz statt.

Das Land zwischen Alpen und Adria war in seiner jüngeren Geschichte einem stetigen Wandel mit verschiedenen Herrschaftsverhältnissen und Gesellschaftssystemen unterworfen. Zudem treffen in Slowenien die germanische, lateinische und slawische Kultur aufeinander. Das spiegelt sich auch in der Architektur des Landes wider.

Thema der acht Termine zwischen dem 28. Oktober 2014 und 13. Januar 2015 ist die jüngere Architekturgeschichte Sloweniens bis zur Gegenwart. Die Veranstaltungen finden immer dienstags um 19.30 Uhr im Karl-Schüssler-Saal des Altbaus auf dem Campus Deutz, Betzdorfer Straße 2, statt.

Zwei Auftaktveranstaltungen zur Geschichte der slowenischen Architektur bilden die theoretische Grundlage für sechs Vorträge zeitgenössischer slowenischer Architekten, die an der Fakultät für Architektur ihre Projekte vorstellen.

28. Oktober 2014
Damjan Prelovšek über Jože Plecnik (1872-1957), den Begründer der modernen Architektur Sloweniens

Damjan Prelovšek ist seit 1971 an der Slowenischen Akademie der Wissenschaft und Künste und am France Stele Institute of Art History tätig. Er hatte Gastprofessuren in Salzburg und Prag inne und ist Mitglied der Europäischen Akademie für Wissenschaft und Kunst. Er gilt als einer der besten Kenner von Jože Plecnik, über den er eine Reihe von Publikationen veröffentlichte.

4. November 2014
Aleš Vodopivec über Edvard Ravnikar (1907-1993), der Ende des 20. Jahrhunderts nachhaltig die slowenische Architektur und den Städtebau prägte

Aleš Vodopivec ist seit 1993 Professor an der Fakultät für Architektur in Ljubljana. Er hatte Gastprofessuren unter anderem in den USA, Österreich, Frankreich, Griechenland und Italien inne. Seine Bauten erhielten zahlreiche Preise wie den Piranesi International Award oder den Plecnik-Award. Vodopivec gilt als Experte des Werks Edvard Ravnikars und verfasste unter anderem die Bücher "Edvard Ravnikars Schriften" und "Edvard Ravnikar, Architect and Teacher".

18. November 2014
Boris Podrecca, Boris Podrecca Architekten, Wien

Boris Podrecca absolvierte ein Architekturstudium in Wien, das er 1968 in der Meisterklasse des Architekten Roland Rainer abschloss. Als Gastprofessor war er unter anderem in Lausanne, London, Paris, Venedig, Wien und Harvard tätig. Podrecca hat rund 30 öffentliche Räume gestaltet, beispielsweise das Museum Moderner Kunst in Venedig, den Wiener Millennium Tower und den Campus Vienna Biocenter. Zuletzt gewann er die großen städtebaulichen Wettbewerbe "Neues Bozen" in Südtirol und "Bank Austria Campus" in Wien.

25. November 2014
Boštjan Vuga, Sadar + Vuga arhitekti, Ljubljana

Boštjan Vuga gründete 1996 gemeinsam mit Jurij Sadar das Architekturbüro Sadar + Vuga. Zu ihren renommiertesten Projekten zählen die Industrie- und Handelskammer Slowenien, die neue Eingangshalle der National Gallery von Slowenien, der Sportpark Stožice, die Flugsicherungszentrale am Flughafen Ljubljana, und das Kulturzentrum für europäische Raumfahrttechnologien in Vitanje. Bostjan Vuga erhielt zahlreiche Auszeichnungen.  Zurzeit ist er Kommissar und Kurator des Pavillons Montenegro auf der 14. internationalen Architekturausstellung in Venedig und Gastprofessor an der Fachhochschule Münster.

2. Dezember 2014
Vasa J. Perovic, Bevk Perovic arhitekti, Ljubljana

Vasa J. Perovic gründete nach seinem Master-Studium am Amsterdamer Berlage-Institut für Architektur zusammen mit dem Architekten Matija Bevk das Büro Bevk Perovic arhitekti. Ihr Portfolio Privathäuser, große Wohnprojekte, öffentliche und kulturelle Gebäude, Universitätsgebäude, Museen, Bürogebäude und Kongresseinrichtungen. Die Arbeiten des Büros erhielten zahlreiche slowenische und internationale Auszeichnungen, darunter der Mies van der Rohe Preis für junge aufstrebende Architekten (2007), der Kunstpreis Berlin (2006), der Piranesi Award (2005), fünf Plecnik Preise für das "bestes Gebäude des Jahres", sowie den Prešeren Prize – die höchste slowenische Auszeichnung für Kultur (2005). Perovic doziert als Gastprofessor an verschiedenen Hochschulen wie der University von Navarra in Spanien und der Hochschule Bochum.

9. Dezember 2014
Aljosa Dekleva, Dekleva Gregoric arhitekti, Ljubljana

Nach dem Studium der Architektur an der Universität von Ljubljana wechselte Aljosa Dekleva an die Architectural Association (AA) in London. 2002 schloss er dort seinen Master mit der international beachteten Arbeit "Negotiate my boundary!" ab, einer Untersuchung zu Individualität, Partizipation und Massenproduktion im Wohnungsbau. 2003 gründete er mit Tina Gregoric das Büro Dekleva Gregoric arhitekti. Das Büro steht für einen forschenden, analytischen Entwurfszugang und zugleich für die Lust am Experiment. Für das Projekt XXS Haus erhielten sie den WALLPAPER*-Award "best breakthrough designers". Das Kulturzentrum für europäische Raumfahrttechnologie wurde 2013 für den Mies-van-der-Rohe Award nominiert. 2012 wurden Dekleva Gregoric arhitekti  unter die Top 21 Architekten des 21. Jahrhunderts gewählt. Dekleva hat eine Gastprofessur an der École d‘architecture de l‘Université de Montréal in Canada inne.

16. Dezember 2014
Mika Cimolini, elastik architecture, Ljubljana

Mika Cimolini studierte an der Fakultät für Architektur der Universität von Ljubljana, wo sie auch als Assistenzprofessorin arbeitete. 2001 schloss sie ihr Masterstudium am Berlage-Institut in Delft mit einer Forschungsarbeit zur Implementierung von Produktdesign und Marketingstrategien in architektonische Organisationen ab. 1992 bis 1998 war sie als Kunst- und Architektur-Korrespondentin für das slowenische Nationalfernsehen tätig. 2004 gründete sie mit ihrem Kollegen Igor Kebel das Architekturbüro elastik architecture. 2012 erhielt sie für das Projekt Lara Bohinc in London den "Golden Pencil", den Ehrenpreis für herausragende Architekturleistung der slowenischen Architektenkammer. Cimolini leitet zudem die Firma Hikikomori, ein Unternehmen für Multimedia, Computer-Animation und Produktion von Computerspielen.

13. Januar 2015
Špela Videcnik, OFIS arhitekti

Špela Videcnik studierte an der Universität Ljubljana Architektur und graduierte im Jahr 2000 an der Architectural Association (AA) in London. Bereits 1996 gründete sie mit ihrem Kollegen Rok Oman das Architekturbüro OFIS arhiteki. Schon nach zwei Jahren konnten sie mehrere prominente Wettbewerbe wie das Fußball-Stadion Maribor oder das Ljubljana City Museum gewinnen. Die Arbeiten des Büros wurden unter anderem mit der Nominierung zum Mies van der Rohe Award, einer Silbermedaille für das Fußballstadion Maribor, dem "European Grand Prix for Innovation Award" in 2006 sowie einer ehrenvolle Erwähnung für die Erweiterung der Villa "Unter" während der Miami-Biennale im Jahr 2005 geehrt. Videcnik ist Gastdozentin in Harvard.

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