PIONEER Early Career Researchers Training School – Anmeldung jetzt möglich
Die erste PIONEER- Early Career Researchers Training School, die von der Avans University of Applied Sciences und dem Iscte University Institute of Lisbon entwickelt und organisiert wird, findet von Montag, 28. September, bis Freitag, 2. Oktober 2026, in 's-Hertogenbosch, Niederlande, statt.
Die Training School wird im Hybridmodus (8 Stunden online – 5 Tage vor Ort) stattfinden, um die Teilnahme und Mobilität zu fördern. Das Programm ist speziell auf Nachwuchswissenschaftler zugeschnitten, um sie in PIONEER-Forschungsaktivitäten einzubinden, die sich auf SDG 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden” konzentrieren, und um ein nachhaltiges Netzwerk zu schaffen.
Die Training School hat folgende Ziele:
1. Entwicklung eines Verständnisses und von Fähigkeiten für praxisorientierte (angewandte) Forschungsmethoden, die die wirkungsorientierte Forschung im Rahmen von SDG 11 vorantreiben
2. Kritische Reflexion über Chancen und Risiken von KI in der Forschung
3. Förderung internationaler Netzwerke und Forschungskooperationen
Die gesellschaftlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit SDG 11 „Sichere, widerstandsfähige und nachhaltige Regionen, Städte und Gemeinden” bieten Möglichkeiten für einen transdisziplinären und praxisorientierten Forschungsansatz. Ihr Erfolg besteht nicht nur darin, akademisches Wissen voranzubringen, sondern auch konkrete gesellschaftliche Veränderungen voranzutreiben. Es handelt sich um Forschung, die nicht nur auf Entdeckungen, sondern auch auf Handeln ausgerichtet ist. Sie bezieht eine Vielzahl von Akteuren ein: Regierungs- und institutionelle Stellen, Industrie, Dienstleister, Gemeinden, Forscher, Studierende und Bürger.
Die Nützlichkeit und praktische Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse sind der Schlüssel zu tatsächlichen Veränderungen. Praxisorientierte Forschung erfordert Zusammenarbeit, Inklusivität, unterschiedliche Perspektiven und umsetzbare Ergebnisse, die den Bedürfnissen von Regionen, Unternehmen und Gemeinden entsprechen. Die gemeinsame Gestaltung ist der Schlüssel zu sinnvollen Veränderungen und Auswirkungen.
Mit einer Mischung aus akademischen und angewandten Forschern werden wir die Merkmale der transdisziplinären angewandten Forschung untersuchen, verschiedene Forschungsmethodikparadigmen entdecken, Schlüsselkriterien für erfolgreiche/n Bedarfsartikulation, Netzwerkaufbau und Forschungsvorhaben identifizieren und gemeinsam mit unseren Partnern in der Region Nordbrabant in den Niederlanden erfolgreiche Netzwerke und Projekte besuchen und Einblicke in deren gemeinsame Gestaltung und wirkungsorientierte Arbeit gewinnen. Eine SDG11-bezogene Herausforderung aus unserem Ökosystem wird in das Programm integriert. Die Training School bietet das ideale Umfeld zum Lernen, Erleben und Anwenden und bietet reichlich Gelegenheit, neue Verbindungen und Kooperationen zu knüpfen.
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein leistungsstarkes Werkzeug, das den Forschungsprozess beschleunigt und den interdisziplinären Dialog neu definiert. Sie stellt jedoch auch erhebliche Herausforderungen in Bezug auf Geschlechtergleichgewicht, Gleichberechtigung, Ethik, Nord-Süd- und Zentrum-Peripherie-Diskrepanzen in der epistemischen Macht, Forschungsintegrität, Auswirkungen und Anwendungen.
Von der Konzeption der Forschung bis hin zur endgültigen Veröffentlichung und Verbreitung beeinflusst KI fast jede Phase des wissenschaftlichen Prozesses. Sie kann Wissenschaftler dabei unterstützen, ihre Literaturrecherche zu entwickeln, das Forschungsdesign und die Methoden auszuarbeiten, ihre Ergebnisse zu schreiben und zu kommunizieren.
Gleichzeitig bringt die rasche Einführung der KI auch erhebliche Herausforderungen mit sich, denen sich die Forschungsgemeinschaft stellen muss. Diese Herausforderungen beziehen sich insbesondere auf Aspekte wie Halluzinationen und Genauigkeit, Voreingenommenheit und Fairness, Datenschutz und -sicherheit, menschliche Kontrolle vs. übermäßige Abhängigkeit, Urheberschaft und Transparenz, geistige Eigentumsrechte und Urheberrecht.
In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen, die KI in ihre Forschung integriert und tiefgreifende wissenschaftliche, epistemische und ethische Überlegungen zu deren Einsatz angestellt haben, wird die Training School all diese Aspekte behandeln und wichtige Einblicke in mögliche Zukunftsperspektiven geben, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf potenziellen Formen der Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI liegt.
ANMELDUNG:
Für Teilnehmende der TH Köln stehen drei Plätze zur Verfügung, die nach dem „first come – first served“-Prinzip vergeben werden. Als Nachwuchswissenschaftler gelten Postdoktorand*innen oder Forschende in den ersten Jahren nach der Promotion.
Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Fähigkeiten in transdisziplinären Forschungsmethoden zu entwickeln, die Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz in der Forschung kritisch zu reflektieren und internationale Netzwerke aufzubauen.
Es stehen Erasmus+-Personalmobilitätsmittel zur Verfügung.
Die Anmeldung ist bis zum 23. März 2026 möglich. Bitte bewerben Sie sich per E-Mail an pioneer-alliance@th-koeln.de .
Februar 2026