Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

Pflege neu denken – Selbsthilfe-Innovationen für Familien und Partner

Wissenschafts-Praxis-Forum, 13. Januar 2026


Pflege neu denken: Forschung und Praxis im Dialog

Wie meistern Familien den Alltag mit Kindern, die einen hohen Unterstützungs- und Pflegebedarf haben? Die Antwort liegt oft in sogenannten „Pflegeschätzen“ – innovativen Alltagslösungen, die Eltern selbst entwickeln. Am 13. Januar 2026 präsentierten die Teams der Technischen Hochschule Köln und der Hochschule München in einem digitalen Forum die zentralen Ergebnisse ihres dreijährigen Forschungs- und Entwicklungsprojekts. Rund 60 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Selbsthilfe nahmen an der zweistündigen Veranstaltung teil.

Was sind „Pflegeschätze“?

Prof. Dr. Isabel Zorn, Johanna Krieser, Britta Levering und Laura Blasius von der TH Köln erläuterten zu Beginn das zentrale Thema des Projekts, die sogenannten „Pflegeschätze“. Darunter versteht das Projekt alltagspraktische und innovative Lösungen, die Eltern im Pflegealltag selbst entwickeln, um Belastungen zu reduzieren und Lebensqualität zu verbessern. Dieses Erfahrungswissen sichtbar zu machen, systematisch zu erfassen und für andere Familien nutzbar zu machen, ist ein zentrales Ziel des interdisziplinären Forschungsprojekts.

Forschung und Methodik: Co-kreativ und digital

In mehreren Pitches präsentierten die Projektteams innovative methodische Zugänge und Studienergebnisse:

  • Co-kreative Methoden: Formate, in denen Eltern und Forschende gemeinsam Pflegeinnovationen entwickelten.
  • Messenger-Schatzsuche: Ein digitaler Erhebungsansatz, bei dem Familien ihre Lösungen direkt über Messenger-Apps aus dem Alltag heraus dokumentieren können.
  • Lebensqualität-Studie: Prof. Dr. Astrid Herold-Majumdar und Britta Darchinger von der Hochschule München gaben Einblicke in die begleitende Studie, welche die Bedeutung alltagsnaher Entlastungsstrategien für die Lebensqualität wissenschaftlich einordnet.

Dialog mit Transferperspektive

Im zweiten Teil des Forums diskutierten die Teilnehmenden in drei thematisch fokussierten Innovationsforen. In den Gesprächen wurde deutlich, wie groß das Interesse an Ansätzen ist, die Pflege nicht nur als Belastung, sondern als Quelle von Wissen und Kompetenz begreifen.

Detaillierte Informationen zum Projekt und den Ergebnissen finden Interessierte unter pflegeschaetze.de. Hier stehen auch die Präsentationen des Forums als Download zur Verfügung.

Februar 2025

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