Zwischen KI-Influencern und demokratischen Öffentlichkeiten: Aktuelle Impulse für DITES
Wie verändern Künstliche Intelligenz, Plattformen und soziale Medien die öffentliche Kommunikation? Mit diesen Fragen beschäftigen sich aktuelle Forschungs- und Lehrprojekte von Prof. Dr. Amelie Duckwitz, die zugleich zentrale Themen der DITES-Tagung im November aufgreifen.
Prof. Dr. Amelie Duckwitz
(Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)
Aktuell hat sie gemeinsam mit Ralf Schweins den Beitrag „OmAInge putzt Dinge: Studierende entwickeln KI-Influencer“ im Neuen Handbuch Hochschullehre veröffentlicht. Der Artikel stellt ein Lehrprojekt im Studiengang Online-Redaktion (B.A.) der TH Köln vor, in dem Studierende KI-generierte Influencer für reale Marken entwickelten. Dabei wurden nicht nur neue technische Möglichkeiten erprobt, sondern auch die damit verbundenen ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen kritisch reflektiert. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie der kompetente und verantwortungsvolle Umgang mit KI in der Hochschullehre gefördert werden kann.
Die gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Technologien standen auch im Mittelpunkt der diesjährigen re:publica26, der größten Konferenz für Digitalität und Demokratie im deutschsprachigen Raum. Dort diskutierte Amelie Duckwitz in zwei Panels über die Zukunft demokratischer Öffentlichkeiten und den Einfluss sozialer Medien auf politische Prozesse.
Im Panel „Medien für Demokratie, jetzt erst recht“ ging es um die Frage, wie digitale Plattformen gestaltet werden können, um demokratische Teilhabe, journalistische Qualität und konstruktive öffentliche Debatten zu fördern. Das anschließende Panel „Viral, emotional, radikal – hätte die AfD ohne TikTok zehn Bundestagsmandate weniger?“ widmete sich dem Einfluss algorithmischer Plattformen auf politische Meinungsbildung und Wahlentscheidungen.
Die Diskussionen auf der re und die aktuelle Publikation verdeutlichen, wie eng Fragen der KI-Nutzung, Plattformgestaltung und digitalen Öffentlichkeit miteinander verknüpft sind. Genau an dieser Schnittstelle setzt auch die DITES-Tagung an: Sie bietet Raum, um Chancen, Risiken und gesellschaftliche Folgen der digitalen Transformation interdisziplinär zu diskutieren und neue Perspektiven für Forschung, Bildung und Praxis zu entwickeln.
Mai 2026
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