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Prof. Dr. Ute Müller-Giebeler

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE)

Neuberufen 2016: Prof. Dr. Ute Müller-Giebeler

Prof. Dr. Ute Müller-Giebeler  (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften Lehr-/Forschungsgebiet: Familienbildung


Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität zu Köln
Promotion „Der Pädagoge in der multikulturellen Gesellschaft als Mittler
in der Wirklichkeitsvielfalt – Eine Studie am Beispiel der kirchlichen Jugendbildungsarbeit“
an der Universität zu Köln


Berufliche Stationen (u. a.)

  • Leiterin der Kinder- und Jugendarbeit in der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen
  • Geschäftsführende pädagogische Leiterin der Familienbildungsstätte Elternschule Aachen
  • Lehrbeauftragte im Bereich Pädagogik an der Universität zu Köln und im Bereich Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule NRW, Aachen
  • Professorin für Kindheitswissenschaften an der Evangelischen Hochschule Darmstadt

Als Kind habe ich die Zeit mit den anderen Kindern draußen, auf der Straße, am Bach, auf den Höfen, im Wald, auf Baustellen (die wir unbefugt betreten haben), auf Trümmergrundstücken (gab es noch in den 1960ern) in sehr guter Erinnerung – da war eine Menge Bildung dabei, mein „Selbst- und Weltverhältnis“ ist in wichtigen Teilen von diesen Erfahrungen geprägt.

Wenn ich nochmal Studentin wäre, würde ich mir trotz der heute zum Teil recht fix vorgegebenen Bildungsverläufe und Lerninhalte in den Studiengängen Suchbewegungen, Umwege und eigene Wege erlauben.

Gute Erziehung beruht auf einer guten Beziehung und ereignet sich in deren Rahmen – wer sich im Miteinander respektiert und berücksichtigt fühlt, gibt das zurück und setzt sich auch offen mit angebotenen Werten auseinander.

Familienbildung hat viele Facetten. Bildung für Familien bedeutet Räume schaffen, Beziehungen aufbauen, Impulse geben, Wissensbestände zugänglich machen, Begleitung, Beratung, Unterstützung und Austausch anbieten, um zu ermöglichen, dass Menschen ihren Denk- und Handlungsspielraum erweitern und so eigensinnig wie möglich für sich bestimmen und praktizieren können, was „gutes Leben in der Familie“ für sie ist.

In der Praxis heißt das eigentlich dasselbe; womit ich auch sagen will, dass ich Theorie und Praxis als miteinander verschränkt denke; Theorie ist „Denken als Praxis und in Praxis“ und Praxis ist reflektiertes Handeln, wie mein Kollege Claus Stieve es unter Bezug auf Eugen Fink trefflich formuliert. Aber nach meinen ersten Eindrücken vom Geist der TH Köln trage ich mit
meiner uneingeschränkten Zustimmung dazu hier Eulen nach Athen.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen zum einen bei der Erforschung von „milieusensibler dialogischer FamilienbildnerInnenkompetenz“ (Arbeitsbegriff) und zum anderen bei hochschuldidaktischen Formen des kritisch reflektierten Übens, der Verbindung von implizitem Lernen und explizitem Denken. Das Ganze möchte ich einbinden in den Entwicklungsprozess des Studiengangs Pädagogik der Kindheit und Familienbildung, in dem KindheitspädagogIn und FamilienbildnerIn in ein „Fachkraftprofil“ zusammengedacht werden.

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