Nachgefragt bei Prof. Dr. Christian Faubel

Porträt Christian Faubel (Bild: privat)

Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften, Professur für Smart Connected Products


Studium Maschinenbau an der Université Paul Sabatier III, Frankreich und an der Technischen Universität Dresden

Promotion „Object Recognition with Dynamic Neural Fields“ an der Ruhr- Universität Bochum

Berufliche Stationen (u. a.)

  • Trainee bei Sanyo Denki in Osaka, als Stipendiat bei Vulcanus in Japan, ein Austauschprogramm des EU-Japan Centers
  • Freischaffend bei derstrudel digitale und analoge experimente
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuroinformatik an der Ruhr-Universität Bochum
  • Künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kunsthochschule für Medien, Köln
  • Mitbegründer des Vereins wilde Kulturtechnik e. V.
  • Verschiedene Stipendien und Förderungen, u.a. durch die Kunststiftung NRW 2014

Als Kind habe ich mir in den Kopf gesetzt mit dem Fahrrad durch die Alpen zu radeln, und dann als Jugendlicher beim Überqueren von Großglocknerpass und Gotthardpass gelernt, dass es sich lohnt, an Ideen festzuhalten.

Wenn ich heute noch mal studieren würde, würde ich wieder mein Studium im Ausland beginnen. Aber diesmal nicht das erstbeste Fach ohne Zugangsbeschränkung, nur um eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen.

derstrudel ist ein Projekt zur Vermittlung eines entspannten Zugangs zu Elektronik und Robotik, das ich vor bald 20 Jahren mit meinem Freund Sebastian Noth gegründet habe. An der Schnittstelle von Technik, Do-it-yourself und Kunst entwickelt derstrudel in unterschiedlichen Partnerschaften Workshops für Kinder und Erwachsene.

Mein fachliches Steckenpferd steht neben all den anderen Steckenpferden, weil ich mich nicht entscheiden möchte, ob dieses nun Elektronik, Medienkunst, Dynamische Systeme-Theorie, experimentelle Musik, Neurowissenschaften oder Design ist.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen in der Neubewertung des Analogen, während alle von Digitalisierung reden.

Ich würde gerne herausfinden , wie es möglich sein könnte, die Neugierologie, wie sie Heinz von Förster nennt, als akademisches Fach zu etablieren.

Die besten Orte für kreative Ideen ist in Bewegung zwischen den Orten.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe ist Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners von Heinz von Förster und Bernhard Pörksen, weil es, obwohl schon vor über 20 Jahren erschienen, sehr inspirierende Gedanken enthält, die helfen, aktuelle Erscheinungen wie die Begeisterung für Künstliche Intelligenz einzuordnen.

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