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Institut für die Wissenschaft der Sozialen Arbeit

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
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Ubierring 48, 50678 Köln

Prof. Dr. Katja Maar

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für die Wissenschaft der Sozialen Arbeit (IRIS)

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Marx- und Marxismus im 21. Jahrhundert – Herausforderungen auch für die Soziale Arbeit

Gastvortrag, 26. Juni 2018

Seit der letzten Krise des Kapitalismus, die immer nur die vorletzte ist, ist Marx wieder ‚in‘. Die bürgerliche Ökonomie erkennt in ihren fortgeschrittenen VertreterInnen wieder an, dass seine Analyse der krisenhaften Verfassung der kapitalistischen Entwicklung zutreffend ist.

Auf einen Blick

Marx- und Marxismus im 21. Jahrhundert – Herausforderungen auch für die Soziale Arbeit

Gastvortrag

Wann?

  • 26. Juni 2018
  • ab 17.30 Uhr

Wo?

TH Köln
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Campus Südstadt, Raum 201
Ubierring 48, 50678 Köln

Kosten

Die Veranstaltung ist kostenlos

Veranstaltungsreihe

Marx und die Soziale Arbeit

ReferentIn

Prof. Dr. Heinz Sünker (Bergische Universität Wuppertal)

Anmeldung

nicht erforderlich

Veranstalter

Institut für die Wissenschaft der Sozialen Arbeit (IRIS)


Nicht nur bei marxistischen AnalytikerInnen findet sich die These, nie war die Analyse von Marx zutreffender als heute, denn jetzt lässt sich der Kapitalismus – vor dem Hintergrund der finanzkapitalistischen ‚Exzesse‘ – besser erkennen denn je.

Wichtig dabei ist, die Marxsche Analyse als Beitrag zur Kritik der politischen Ökonomie ernst zu nehmen – auch wenn dies nur ein wesentliches Element seines Werkes einschließt. Dies meint, Kapitalismus als spezifische Form der Bestimmung des Verhältnisses von Politik und Ökonomie zu verstehen. ‚Vorgelagert‘ ist dem die These vom historisch besonderen Vergesellschaftungsmodus und damit der Positionierung der Einzelnen in gesellschaftlichen Kontexten, denen die kapitalistische Formbestimmtheit eingeschrieben ist, mit Konsequenzen für konkrete Lebensbedingungen. Deutlich wird damit die Konsequenz des Versuchs der Kapitalisierung aller Lebensverhältnisse. Deutlich wird damit zugleich die Notwendigkeit, die Überwindung von Kapitalismus als emanzipatorisches gesellschaftliches Projekt zu denken, denn die Marxsche Perspektive liegt in der Vorstellung einer Gesellschaft der Freien und Gleichen.

Soziale Arbeit ist von der Marxschen Analyse und Theorie besonders betroffen, thematisiert sie doch das widersprüchliche Verhältnis von Individuum und Gesellschaft – samt der Frage sozialer Ungleichheit – in einer emanzipatorischen Perspektive, braucht daher die beste verfügbare Gesellschaftstheorie und Sozialphilosophie.

Dr. Heinz Sünker, Rudolf-Carnap-Senior-Professor, BUW, Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften

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