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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

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Prof. Dr. Claus Stieve

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE)

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„Kindergarten Flügelnuss – Kita trifft Architektur“

Studierende der TH Köln/Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften und der Hochschule Bremen/SCHOOL OF ARCHITECTURE entwickelten zusammen mit dem Büro Dung Ullrich Architekten im Rahmen eines Lehrforschungsprojekts das pädagogische Raumkonzept für den FRÖBEL-Kindergarten »Flügelnuss« im Bonner Stadtteil Bad Godesberg, der am 9. Oktober feierlich eröffnet wird.

Im Bonner Stadtteil Bad Godesberg entsteht unter dem Namen »Siebengebirgsterrassen« ein neues Wohnquartier des Darmstädter Architekturbüros Planquadrat. Teil des Quartiers ist der eingeschossige FRÖBEL-Kindergarten »Flügelnuss«, der nach den erhaltenen charakteristischen Bäumen im Außengelände benannt ist. Für die Gestaltung der Räume erarbeitet das Büro Dung Ullrich Architekten ein Konzept, das die pädagogische Konzeptionen im Zusammenhang und in Wechselwirkung mit der Architektur denkt. Der Raum wird strukturiert und zugleich als variationsfähig und vieldeutig begriffen. Grundlage für diesen Ansatz sind die Ergebnisse eines Lehrforschungsprojekts, das mit Studierenden der TH Köln/ Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften und der Hochschule Bremen/ SCHOOL OF ARCHITECTURE durchgeführt wurde. Hierbei entwickelten Studierende im Rahmen eines partizipativen Planungsprozess, zusammen mit Kindern, Eltern und Fachkräften, Kriterien für die Gestaltung von Kindertageseinrichtungen und überprüften diese in ersten Entwurfsstudien.

Bausteinartige Elemente stellen das Mobiliar, vieldeutig und variabel, um Erwachsenen wie Kindern Deutungsmöglichkeiten und Gestaltungsfreiheiten für unerwartete, neue phantasievolle Nutzungen anzubieten und bei der Bildung unterschiedlicher spielerischer Raumszenen zu unterstützen. Zum Beispiel die Hocker können auf verschiedene Sitzhöhen reagieren, sind stapelbar und mit ergänzenden Aufsteckelementen schnell weiter zur Sitzbank für Erwachsene oder zum Barhocker modifiziert, mit einer eingesteckten Wabenplatte als Staffelei oder als Raumtrenner nutzbar und daneben immer auch Baustein für Spiel- und Bewegungslandschaften. Auch die Betten lassen sich umgedreht zu terrassierten Spielpodesten in immer neuen Variationen zusammenfügen, sind Boot, Berg oder Turm. Das Regalmodul ist gleichzeitig Tischmodul, lässt sich aber auch wiederum auf die Podeste stecken, so dass ganze Behausungen und höhlenartige Gefüge entstehen können. Die Kinder können sich in ihren szenischen Raumgebilden einrichten und die Erzieher können den Raum immer wieder neu ihren spezifischen Bedarfen anpassen. Auch die Wandverkleidung hat nicht nur die Aufgabe, die Wand vor Verschmutzung zu schützen, sondern fordert in erster Linie dazu auf, etwas dranzubinden, einzustecken, einzuhängen, auf ihr zu präsentieren, mit ihr zu interagieren. Gleichzeitig schafft die einfache lineare Gestaltung einen ruhigen Hintergrund für die Exponate und Materialien.  

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