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„Gute Lehre“ herausragend umgesetzt

Zwei Siegerkonzepte erhalten in diesem Jahr den Lehrpreis der Fachhochschule Köln 2014: das Internationale Lehrmodul „Disasters, Environment and Risk-Reduction (Eco-DRR)“ und das Problem Based Learning-Konzept „Willkommen in der Werkstofftechnik!“

Beide fördern in besonderer Weise das Lernverhalten der Studierenden. Eco-DRR ist bereits in die Curricula von 31 internationalen Universitäten integriert und steht allen Hochschulen als Open-Source zur Verfügung. Die Preise wurden am 3. Juli im Rahmen des Tags für die exzellente Lehre durch Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium, übergeben. Das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro erhalten die zwei Siegerkonzepte zu gleichen Teilen. Die Gelder aus Mitteln der Hochschule sollen zweckgebunden für die qualitative Weiterentwicklung der Lehre eingesetzt werden.

Die Gewinner des diesjährigen Lehrpreises (v. l.) Simone Sandholz, Dr. Udo Nehren, Prof. Dr. Michael Hagen.Die Gewinner des diesjährigen Lehrpreises (v. l.) Simone Sandholz, Dr. Udo Nehren, Prof. Dr. Michael Hagen. (Bild: Yvonne Klasen/FH Köln)

Mit der Auszeichnung möchte die Hochschule herausragende und innovative Leistungen in der Lehre sichtbar machen, das besondere Engagement der Lehrenden würdigen und die Bedeutung der Lehre für die (Aus-)Bildung des akademischen Nachwuchses hervorheben. Ein wesentliches Kriterium in diesem Jahr war, dass die Konzepte die Rolle des Lehrenden als Lernbegleiter und als Feedbackgeber berücksichtigen – um den Studierenden schon während des Semesters lernförderliche Rückmeldungen zu geben. „Die beiden Siegerkonzepte setzen auf herausragende Weise unser Selbstverständnis in der Lehre um und führen unsere Studierenden hervorragend an das aktivierende, problembasierte Lernen heran“, so die Vizepräsidentin Prof. Dr. Sylvia Heuchemer.

Der Lehrpreis wird zum zweiten Mal verliehen. Insgesamt hatten die Fakultäten 19 Bewerbungen  eingereicht. Vizepräsidentin Prof. Dr. Sylvia Heuchemer freut sich über die große Resonanz: „Sie macht deutlich, wie intensiv hier an der Fachhochschule Köln über gute Lehre nachgedacht wird.“

Die Gewinner des Lehrpreises der Fachhochschule Köln 2014

  • Internationales Lernmodul „Disasters, Environment and Risk-Reduction (Eco-DRR)“
    Das interdisziplinäre, englischsprachige Modul ist explizit für den weltweiten Einsatz in verschiedenen Masterprogrammen der Ingenieur-, Natur- und Sozialwissenschaften konzipiert worden und bringt ökosystembasierte Ansätze des Katastrophenschutzes in die Lehre. Neben wissenschaftlichen Grundlagen werden planerische und technische Methoden sowie ökonomische Instrumente vermittelt. Expertinnen und Experten aus Katastrophenschutz und Umweltmanagement von 15 internationalen Hochschulen, UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen haben an der Materialentwicklung mitgewirkt. Die Fallstudien, Filme, Fotodokumentationen, wissenschaftliche Beiträge und politischen Grundsatzpapiere thematisieren reale Probleme rund um den Globus. Das Modul berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Lerntraditionen in den verschiedenen Kulturräumen. Mit Erfolg: Eco-DRR ist bereits in die Curricula von 31 internationalen Universitäten integriert und steht allen Hochschulen als Open-Source zur Verfügung.

Konzept: Dr. Udo Nehren, Dipl.-Ing. Simone Sandholz, Institut für Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen

  • Willkommen in der Werkstofftechnik!
    Als Alternative zur bisherigen Werkstoffkunde-Vorlesung arbeiten die rund 100 Studierenden in Gruppen, die durch den Dozenten und Tutoren betreut werden. Jede sogenannte Kerngruppe bearbeitet ein eigenes werkstoffspezifisches Thema, z. B. Herstellung und Recycling, Werkstoffauswahl, Werkstoffprüfung oder Schadensanalyse. Die Eigenverantwortung jedes Einzelnen ist hoch: Neben den Kurzvorlesungen müssen die Studierenden ihre fachliche Expertise eigenständig erarbeiten, dokumentieren und präsentieren. Über ein Gruppenpuzzle (Jigsaw-Methode) werden die Expertengruppen anschließend untereinander gemischt und das erworbene Fachwissen aus den Projektgruppen ausgetauscht. Das Feedback der Studierenden und die Klausurergebnisse zeigen, dass das Interesse und die Motivation für das Thema Werkstofftechnik gestiegen sind und die Wissensverankerung verbessert wurde.

Konzept: Prof. Dr. Michael Hagen, Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme

Exzellente Lehre hat Tradition

2010 wurde die Fachhochschule Köln im Wettbewerb „Exzellente Lehre“ vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet. Seitdem überzeugt die Hochschule bundesweit mit ihrem strategischen Konzept „Projekte für inspirierendes Lehren und Lernen“ (ProfiL²), das seit 2011 über das Bund-Länder-Programm „Qualität der Lehre“ gefördert wird. Im Mai 2013 war die Hochschule eine von sechs Gewinnerinnen im Wettbewerb „Qualitätszirkel Studienerfolg“ des Stifterverbandes. Anfang Juni war sie erfolgreich mit ihrem Programm „Come in – Commit“ im Wettbewerb „Guter Studienstart“ des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW. ProfiL² unterstützt die Fakultäten finanziell und durch fachliche Beratung bei der Neugestaltung des Lehrangebots.

4. Juli 2014

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