Kontakt & Service

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

Kontakt

Sabine Becker

Angewandte Sozialwissenschaften

  • Campus Südstadt
    Ubierring 48
    50678 Köln
  • Telefon+49 221-8275-3733

Gäste aus Südamerika zu Besuch und Austausch an der Fakultät

Mitte März konnten wir an unserer Fakultät erneut zwei Gäste aus zwei ganz unterschiedlichen Ländern, aber von ein und demselben Kontinent, begrüßen. Dieses Mal ging unser Blick mit Mary Lourdes Salazar aus Argentinien und Flavia Arpini aus Brasilien nach Südamerika.

Frau Mary Lourdes Salazar lehrt und forscht an der Universidad Nacional de Cuyo, in der „Facultad de Ciencias Políticas Sociales“. Der Standort der Universität ist die Stadt Mendoza, im Westen Argentiniens. Der Kontakt zu Frau Salazar kam über die BASA Studierende Valentina Ruetsch zustande.

Bei der Gelegenheit einer privaten Reise nach Köln besuchte uns Frau Salazar aus Interesse an den Inhalten und Tätigkeiten unserer Fakultät. Prof. Dr. Sigrid Leitner, Prof. Dr. Brettschneider, Melanie Werner, Sabine Becker und zwei Studierende nahmen an dem Gespräch teil, das auf Spanisch (mit teilweiser Übersetzung) stattfand. Frau Salazar berichtete über ihr Schwerpunktthema jugendliche Straftäter und schilderte Rehabilitationsprojekte, die sie mit den jungen Menschen durchführt.

Außerdem wurde über einen möglichen Studierendenaustausch gesprochen, da die Universidad Nacional de Cuyo eine Partnerhochschule der TH Köln ist. An der „Uncuyo“ kann der Studiengang „Licenciatura en Trabajo Social“ studiert werden, welcher dem Bachelor Soziale Arbeit entspricht. Trotz einiger Unterschiede in den Systemen gibt es auch einige Parallelen, so dass ein Studienaufenthalt dort mit Sicherheit äußerst interessant und bereichernd sein kann!

Sabine Becker, Flavia Arpini, Semira Sare, Schahrzad Farrokhzad, Saloua Oulad M. Hand, Katia Lippert Sabine Becker, Flavia Arpini, Semira Sare, Schahrzad Farrokhzad, Saloua Oulad M. Hand, Katia Lippert (Bild: Daniela Bilstein)

Eine Woche später konnten wir einen weiteren Gast aus Südamerika empfangen. Aus Rio de Janeiro in Brasilien kam Flavia Arpini und präsentierte das Flüchtlingsprojekt „Um novo comeco“ (Ein neuer Anfang), bei dem es um die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen in Brasilien geht. Auch dieser Kontakt wurde von einer Studierenden initiiert: Katja Lippert studiert im MAPAM.

Viele Geflüchtete kommen aus verschiedenen Ländern Afrikas, z.B. der demokratischen Republik Kongo und Angola, aber auch aus Ländern Südamerikas (aktuell vermehrt aus Venezuela aufgrund der dortigen politischen Situation). Seit einigen Jahren engagiert sich Frau Arpini ehrenamtlich für diese Menschen in Brasilien. Das Rote Kreuz stellt Räume und Infrastruktur zur Verfügung, jedoch steht nicht ausreichend Geld zur Verfügung, um über die Grundanforderungen hinaus finanziell zu unterstützen.

Flavia ist Psychologin und Mitglied einer Forschungsgruppe der Federal University of Rio de Janeiro, die mit der Caritas das Projekt zusammen betreut.

Das Besondere an dem Projekt ist, dass es Geflüchteten die Möglichkeit einer beruflichen Selbstständigkeit eröffnen möchte. Das erste Ziel ist es zwar, Geflüchteten den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern, der zweite Ansatz zielt aber darauf, Entrepreneurship zu fördern, um nachhaltige Erwerbsalternativen zu schaffen. Neben Schulungen und Workshops zur Befähigung auf fachlicher Ebene erhalten die Klient*innen Gesprächsangebote, um mögliche Traumata zu bewältigen.

Flavia Arpini stellte ihre Arbeit mittels einer Präsentation mit dem Titel „Entrepreneurship as a way of giving refugees access to the Brazilian job market and the influences in this context“ vor, die sie uns zur Verfügung stellte. Katia Lippert war ebenfalls dabei und unterstützte u.a. bei der Vernetzung. Von Seiten des Kollegiums der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften haben an der Veranstaltung Sabine Becker, Prof. Dr. Schahrzad Farrokhzad, Saloua Mohammed Oulad M Hand, Semira Sare und eine weitere Studentin teilgenommen.

Frau Arpini ist sehr an weiteren Begegnungen interessiert. Gerne sucht sie Austausch zum Thema Flucht und arbeitsmarktliche Teilhabe, außerdem möchte sie im Herbst wieder an die Fakultät kommen, um an und mit gewonnen Kontakten weiterzuarbeiten. Sie würde sich auch sehr freuen, an unserer Fakultät einen Workshop / eine Unterrichtseinheit zu dem Thema zu gestalten.

Bei Interesse an dem Projekt können Sie sich gern bei Frau Schahrzad Farrokhzad oder Sabine Becker melden.

M
M