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Forschungsprojekte am Rio Paraíba do Sul

Gruppenbild vor dem Gebäude in der Claudiusstraße 1 (Bild: Thilo Schmülgen/FH Köln)

Das Institut für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT) der Fachhochschule Köln erweitert sein Engagement im brasilianischen Wassereinzugsgebiet Rio Paraíba do Sul im Bundesstaat Rio de Janeiro.

Einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten jetzt Hochschulpräsident Prof. Dr. Christoph Seeßelberg und hochrangige Vertreter des Wasserverbands (CEIVAP) des Rio Paraíba do Sul sowie dessen Exekutivorgans (AGEVAP).

Im Fokus der Kooperation steht die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Forschungsprojekten in den Themenfeldern Wasserbewirtschaftung und Flussgebietsmanagement. Zudem sollen Schulungen und Seminare für Fachkräfte in Brasilien entwickelt werden, auch der Austausch von Studierenden sowie Professorinnen und Professoren ist geplant. Das ITT arbeitet schon seit vielen Jahren im Bundesstaat Rio de Janeiro. Zurzeit beteiligt das Institut sich mit brasilianischen Partnern an dem Forschungsprojekt INTECRAL, das mit Farmern vor Ort Strategien für eine nachhaltige Landwirtschaft erarbeitet. Zudem wird die Einrichtung eines Wasserüberwachungssystems vorbereitet, dass die Wasserqualität und -menge messen soll.

„Mit der Fachhochschule Köln und insbesondere mit dem ITT können wir gemeinsam große Schritte in den Bereichen Monitoring von Wasserressourcen und Zahlungen für Ökosystem-Dienstleistungen im Paraiba do Sul erreichen. Der Fokus liegt auf gemeinsamen akademischen und forschungsbezogenen Aktivitäten in Form von kooperativen Masterarbeiten und Promotionen“, sagt André Marques, Direktor des AGEVAP. „Mit dieser Kooperation stärken wir unsere Partnerschaft mit Südamerika und den Brasilien-Fokus, der am ITT eine lange Tradition hat“ ergänzt Seeßelberg. „Wir fördern den internationalen Technologietransfer in eine Region, in der sich zahlreiche interessante Zukunftsfragen, aber auch Problemstellungen rund um das Thema Wasserressourcenmanagement ergeben.“

Eliane Barbosa, Direktorin eines Instituts des Umweltministeriums von Rio de Janeiro skizzierte während der Unterzeichnung die Schwierigkeiten in ihrem Bundesstaat: „Eine große Herausforderung für Rio de Janeiro ist die sich seit 2004 anbahnende Wasserknappheit, die zur aktuellen Wasserkrise im Bundesstaat führt. Unsere Wasserversorgung hängt vom Paraiba do Sul ab, der durch drei Bundesstaaten fließt: São Paulo, Minas Gerais und Rio de Janeiro. Der Fluss versorgt die Metropolregion Rio mit ihren rund neun Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Ein weiteres Problem ist die unkoordinierte, ungeplante Landbesetzung. Hier entstehen Konflikte um die Nutzung von Wasser und Land, vor allem in urbanen Gebieten.“ Zudem schlug Barbosa vor, die gemeinsame Forschung im Einzugsgebiet der Guanabarabucht zu intensivieren.
8. Juni 2015

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