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Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt

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Mehr Solarenergie in abgelegenen Gebieten

Eine Energieversorgung aus Diesel-Generatoren und Solaranlagen für abgelegene Gebiete - das ist das Ziel des Forschungsprojekts „PV-Diesel“ an dem das Cologne Institute for Renewable Energy beteiligt ist.

Photovoltaik-Module in Thabazimbi in SüdafrikaThabazimbi in Südafrika (Bild: SMA Solar Technology AG)

In Gebieten, die nicht mit dem Stromnetz verbunden sind, zum Beispiel auf wenig erschlossenen Inseln, sichern meist Diesel-Generatoren die Versorgung mit Elektrizität. Angesichts sinkender Preise für Solarkollektoren könnten Photovoltaik-Anlagen einen Teil der Versorgung übernehmen. Eine Kombination der beiden Systeme ist zurzeit allerdings noch problematisch. Denn PV-Anlagen erzeugen keinen kontinuierlichen Stromfluss und Generatoren können nicht spontan anspringen, um Leistungsabfälle aufzufangen. Dadurch kann die Solarenergie nicht ihr volles Potential ausschöpfen.

Gemeinsam mit der SMA Solar Technology AG, den Märkischen Werken Halver, dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme betreibt das Cologne Institute for Renewable Energy der Fachhochschule Köln deshalb das Projekt „PV-Diesel“. Ziel ist es, mit Hilfe von modifizierten, dynamischeren Diesel-Generatoren und einer dafür optimierten Steuerung des Systems den Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung zu erhöhen.

Am Cologne Institute for Renewable Energy entwickeln Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Evandro Dresch ein Simulationsprogramm für ein solches System. Damit wollen sie Aussagen darüber treffen, was die Generatoren und die PV-Anlagen in Gegenden leisten müssen, die beispielsweise besonders touristisch oder besonders industriell geprägt sind. Insbesondere die Frage, wie groß die PV-Anlage und Generator dimensioniert sein müssen, ist Teil ihrer Forschung.

Das Projekt „PV-Diesel: Systemoptimierung und Betriebsstrategien für universell einsetzbare, skalierbare PV-Diesel-Kraftwerke der Multimegawatt-Klasse für den weltweiten Einsatz zur Dieselsubstitution durch Photovoltaik“ wird vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) gefördert.

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