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Christian Sander

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Forschungsprojekt Inklusion in der Jugendförderung

Wie lässt sich Inklusion in der Jugendförderung praktisch umsetzen und strukturell verankern? Dieser Frage sind sechs kommunale Jugendämter aus NRW zwei Jahre lang in einem Projekt der Landesjugendämter Rheinland und Westfalen-Lippe nachgegangen. Nun werden die Ergebnisse vorgestellt.

Wissenschaftlich begleitet wurden sie dabei vom Forschungsschwerpunkt Nonformale Bildung der TH Köln. Die Ergebnisse des Projekts stellen die Kooperationspartner auf einer Transfertagung am 8. Dezember 2015 in Wuppertal vor. Eine Anmeldung ist bis zum 30. Oktober möglich. Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.

"Basis für dieses Projekt ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die in Deutschland 2009 in Kraft getreten ist. Wir wollten wissen, was die aktuelle Diskussion über Inklusion ganz konkret für die Jugendförderung vor Ort bedeutet und welche Themen für die Kommunen relevant sind", sagt Prof. Dr. Andrea Platte von der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln, die das Projekt zusammen mit Prof. Dr. Andreas Thimmel leitet.

Die Jugendämter der Städte Bonn, Dortmund, Gütersloh, Köln, Siegen und des Oberbergischen Kreises haben während der zweijährigen Projektlaufzeit inklusive Praxisprojekte entwickelt, zum Beispiel inklusive Ferienfreizeiten, neue Kooperationen mit Eltern oder ein Ausflugsprogramm. Zudem wurden Strukturen und Prozesse in der kommunalen Verwaltung entwickelt mit dem Ziel, Inklusion als Querschnittsthema nachhaltig zu verankern.

Auf der Tagung stellt der Forschungsschwerpunkt seine Ergebnisse unter dem Titel "Völlig egal, wer auf mich zukommt, der hat ein Recht auf seine Freizeit bei uns" vor. Zudem gibt es unter anderem Workshops zu "Mut, Gelassenheit und leben mit Widersprüchen – Begleitung inklusiver Praxis", "Experimentieren und aus Fehlern lernen – Inklusion und Organisationsentwicklung" sowie "Durchlässigkeit erzeugen und verzahnen – Netzwerke und Kooperationen". Markus Schön, Leiter des Münchner Jugendamtes, spricht zum Thema "Implementierung von Inklusion in der Landeshauptstadt München – fachliche, rechtliche und organisatorische Entwicklungen mit Blick auf Kinder und Jugendliche".

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