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Fachhochschule Köln verleiht DAAD-Preis an iranische Studentin

Portraitfoto Samineh Bagheri (Bild: Thilo Schmülgen / FH Köln)

Samineh Bagheri, Studentin im Masterstudiengang „Automation & IT“ der Fachhochschule Köln, hat für ihre besonderen wissenschaftlichen Leistungen und ihr gesellschaftliches Engagement den DAAD-Preis gewonnen. Die 25-jährige Iranerin studiert seit 2012 am Campus Gummersbach und schreibt zurzeit ihre Abschlussarbeit zu modellgestützten Optimierungsverfahren.

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) für herausragende ausländische Studierende oder Doktoranden wird Bagheri im Rahmen des Neujahrsempfangs der Hochschule verliehen.

Prof. Dr. Wolfgang Konen von der Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften betreut Samineh Bagheri sowohl bei einer Fallstudie als auch bei ihrer Masterarbeit. „Frau Bagheri zeigt in ihrem Studium herausragende Leistungen. So programmierte sie beispielsweise für eine ‚Case Study‘ gemeinsam mit einem Kommilitonen einen selbstlernenden Agenten für das sehr komplexe Brettspiel ‚Vier gewinnt‘ und hat damit dem Stand der Wissenschaft und Technik zu einem echten Fortschritt verholfen. Das wissenschaftliche Niveau dieser Arbeit war so hoch, dass daraus ein Artikel für die international renommierte Zeitschrift ‚IEEE Transactions on Computational Intelligence and AI in Games‘ entstand. Frau Bagheri ist eine meiner Studierenden, die ich nach Beendigung ihres Masters uneingeschränkt für eine Promotion empfehlen kann“, sagt Konen.

Auch in diesem Jahr gab es an der Fachhochschule Köln wieder eine Vielzahl hervorragender Kandidatinnen und Kandidaten für den DAAD-Preis, von denen Samineh Bagheri eindeutig die Beste war“, betonte Präsident Prof. Dr.-Ing. Christoph Seeßelberg.

„Im Wintersemester 2013/14 studierten 3.736 ausländische Studierende an der Fachhochschule Köln. Die vielen Kulturen und Nationalitäten innerhalb der Studierendenschaft sind eine großartige Chance, denn so können wir voneinander und miteinander lernen“, so Seeßelberg weiter.

Saminah Bagheri schloss 2011 ihr Bachelorstudium an der Shahid Beheshti University mit dem Bachelor of Science in Electrical Engineering ab. Ihre Masterarbeit „Efficient Surrogate Assisted Optimization for Constrained Black-Box Problems“ verfasst sie im Forschungsprojekt „Modellgestützte Optimierung für nichtlineare, restriktionsbehaftete Produktionsprozesse“ (MONREP) von Prof. Konen. „In der Industrie, wie beispielsweise der Automobilbranche, versucht man ständig, die Herstellung zu optimieren, unterliegt aber gewissen Beschränkungen. So möchte man beispielsweise das Gewicht eines Autos reduzieren, kann dies aber nicht beliebig tun, um Fahreigenschaften oder die Sicherheit nicht zu beeinträchtigen. Bei MONREP entwerfen wir Programme, die solche Probleme effizient lösen“, erklärt Bagheri ihr Arbeitsgebiet. Nach Abschluss ihrer Masterarbeit Mitte Februar strebt die 25-Jährige eine Promotion an. Neben ihren wissenschaftlichen Arbeiten beeindruckte sie die Jury auch durch ihr gesellschaftliches Engagement. So unterrichtete sie im Iran afghanische Einwanderer, die keine Schule besuchen dürfen, und engagierte sich gegen Kinderarbeit.

9. Januar 2015

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