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Prof. Dr. Ralf Holzhauer
Campus Gelsenkirchen der Westfälischen Hochschule

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NRW-Graduierteninstitut forciert Ressourcen-Forschung

Neben Fachgruppen für „Soziales und Gesundheit“, für „Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft“ und für „Life Sciences“ hat das nordrhein-westfälische Graduierteninstitut (GI NRW) eine Fachgruppe „Ressourcenforschung“ gebildet. Das GI NRW ist der Zusammenschluss aller NRW-Fachhochschulen zur Förderung von Forschern und angewandter Forschung neben und gemeinsam mit Universitäten.

Gelsenkirchen/Köln/Bochum. Ohne fachübergreifende Zusammenarbeit ist zukunftsweisende Forschung nicht möglich, davon ist das Graduierteninstitut NRW (GI NRW) überzeugt. Und erst recht, wenn es um Ressourcen geht. Da ist sich Prof. Dr. Ralf Holzhauer, Recycling-Experte an der Westfälischen Hochschule, sicher: „Der umweltschonenden und nachhaltigen Bereitstellung von Rohstoffen für neue Produkte kommt eine Schlüsselstellung zu.“ Holzhauer wurde jetzt zum Sprecher der Fachgruppe „Ressourcen“ im GI NRW gewählt. Er repräsentiert Expertenwissen, wenn es beispielsweise darum geht, Magnete mit seltenen Erden aus Schrottgemischen zu fischen, bevor sie in der Stahlschmelze enden und damit verloren gehen. Stellvertretende Fachgruppen-Sprecherin wurde Prof. Dr. Astrid Rehorek von der Technischen Hochschule Köln. Sie widmet sich dem Wasserschutz und ist potenziell umweltgefährdenden, vom Menschen geschaffenen Stoffen auf der Spur.

Der Sprecher der Fachgruppe Ressourcenforschung  Prof. Dr. Ralf Holzhauer  und seine Stellvertreterin Prof. Dr. Astrid RehorekDas Graduierteninstitut NRW hat eine Fachgruppe für Ressourcenforschung gebildet. Zu ihrem Sprecher wählte die Gruppe Prof. Dr. Ralf Holzhauer von der Westfälischen Hochschule (l.), seine Stellvertreterin ist Prof. Dr. Astrid Rehorek von der Technischen Hochschule Köln. Foto: (Bild: Volker Wiciok, Abdruck frei in Zusammenhang mit GI NRW)

Weitere Fachgruppenmitglieder sind etwa Prof. Dr. Jörg Meyer, der sich mit biobasierten Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen für die Lichterzeugung und für Beleuchtungstechnik beschäftigt, oder Prof. Dr. Martin Bonnet, der ein neuartiges, polymerbasiertes Spundwandsystem entwickelt, das Stahl durch recycelte Abfälle aus der Fensterprofilproduktion ersetzt. Doch bereits jetzt besteht die Fachgruppe nicht nur aus diesen vier Professoren, sondern ist eine 15-köpfige Gruppe, die sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit vorgenommen hat und diese über weitere Kontakte zu Fachhochschulen und Universitäten in NRW ausbauen will. Die Forschung forcieren wollen sie auch dadurch, dass sie den Fachhochschulgraduierten, die im Ressourcenmanagement forschen, als Doktoranden eine Heimat und ein Forschungsnetzwerk bieten. „Gemeinsam wollen wir die Synergien zwischen dem Chemie-Know-how, der Verfahrenstechnik und dem Maschinenbau heben, da zirkuläre Wertschöpfung nur in Systemen zu realisieren ist“, beschreibt Rehorek das Ziel der Gruppe.

Die Fachgruppe für RessourcenforschungNeben Fachgruppen für Soziales und Gesundheit sowie für Digitalisierung und „Life Sciences” hat das Graduierteninstitut NRW jetzt eine Fachgruppe für Ressourcen eingerichtet. Sie will die fachübergreifende nachhaltige Ressourcenforschung an den Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen fördern. (Bild: Volker Wiciok, Abdruck frei in Zusammenhang mit GI NRW)

Das Graduierteninstitut für angewandte Forschung NRW wurde Anfang 2016 als gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen gegründet und hat den hochschulgesetzlichen Auftrag, kooperative Promotionen an Fachhochschulen und Universitäten nachhaltig zu stärken und auszubauen. In den Fachgruppen des GI NRW wird interdisziplinär geforscht, auch in Zusammenarbeit mit Universitäten. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist sichtbare und aktuelle Forschung sowie Drittmitteleinwerbung.

9.11.2016

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