Europaweite Kunstperformance

Beim internationalen Kulturprojekt Un-Label befassen sich rund 100 Künstler mit und ohne Behinderung aus ganz Europa mit inklusiven und innovativen Möglichkeiten der darstellenden Künste. Mit dabei: Studentinnen des Instituts für Mehrsprachige Kommunikation.

Für die Besucherinnen und Besucher mit Seh- oder Hörschwäche haben sie eine Übertitelung und eine Audiodeskription des Tanztheaters verfasst und diese live in die Veranstaltungen eingeklinkt. Allein in Köln wurde die Performance gleich sechs Mal aufgeführt.

Unter der Leitung von Josef Stupp engagieren sich Studierende des Bachelorstudiengangs Mehrsprachige Kommunikation und des Masterstudiengangs Konferenzdolmetschen bereits seit einigen Jahren für das Kölner Sommerblutfestival, auf dem sie Konzerte oder Comedyveranstaltungen live audiodeskribieren oder übertiteln. Denn für Menschen, die nicht gut hören oder sehen, können Theater- oder Kinobesuche bereits eine Hürde darstellen. Auch in diesem Jahr waren die Studentinnen Ilona Theresia Minet, Sabrina Ebert, Annika Neid, Nele Potthoff und die Alumna Stefanie Mraß und Annika Göttlicher am Sommerblutfestival beteiligt. Neben der Audiodeskription eines Konzerts in der Kölner Philharmonie fokussiert sich das Engagement von Josef Stupp und den Studentinnen in diesem Jahr auf das internationale Kulturprojekt "Un-Label – Neue inklusive Wege für die darstellenden Künste."

Über einen Zeitraum von zwei Jahren befassen sich dabei rund 100 Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung aus ganz Europa mit neuen inklusiven und innovativen Möglichkeiten der darstellenden Künste. Das Ergebnis wird in einer großen multidisziplinären Tanztheaterproduktion präsentiert. Nach der Premiere, die mit sechs Aufführungen in Köln erfolgreich gestartet ist, sollen weitere Gastspiele in Deutschland folgen, bevor die Truppe – und die Studentinnen – Ende des Jahres zu Auftritten nach Istanbul und Saloniki, Griechenland, reisen werden.

Josef Stupp (TH Köln), Sabine Lindlar (Un-Label - Choreographie und Tanz-Koordination), Lisette Reuter (Un-Label - Leitung und Konzept), Guido Groß (Vorstand Pusteblume-Zentrum e.V.), Axel Rodert (Vorsitzender des Kuratoriums der Gold-Kraemer-Stiftung), Johannes Ruland (Vorstandsvorsitzender der Gold-Kraemer-Stiftung), Matthias Berg (Moderator) Josef Stupp (TH Köln), Sabine Lindlar (Un-Label - Choreographie und Tanz-Koordination), Lisette Reuter (Un-Label - Leitung und Konzept), Guido Groß (Vorstand Pusteblume-Zentrum e.V.), Axel Rodert (Vorsitzender des Kuratoriums der Gold-Kraemer-Stiftung), Johannes Ruland (Vorstandsvorsitzender der Gold-Kraemer-Stiftung), Matthias Berg (Moderator) (Bild: Gold-Kraemer-Stiftung)

Als gelungenes Beispiel für Inklusion wurde das Projekt Un-Label mit dem mit 8.000 Euro dotierten zweiten Preis des Paul-und-Käthe-Kraemer-Inklusionspreis ausgezeichnet, der erstmals von der Gold-Kraemer-Stiftung verliehen wurde.

2. Juni 2016
Text: Monika Probst

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