Wer den Handball fängt, wird VIP

über 1000 Erstsemester kamen zur Begrüßung in der Schwalbe Arena (Bild: Manfred Stern / FH Köln)

Sportlicher Start für 1000 Erstsemester des Campus Gummersbach in der Schwalbe Arena

Über 1000 Erstsemester versammelten sich Ende September in der Gummersbacher Schwalbe-Arena und wurden dort von Funktionsträgern der TH Köln, aber auch von Stadt und Land begrüßt. Auch Frank Flatten, Geschäftsführer der VfL Handball GmbH, hatte die Gelegenheit genutzt, die jungen Menschen für den Handball zu begeistern. Er warf drei Bälle ins Publikum, wer sie fing, konnte sich VIP-Karten für das nächste Handballspiel abholen und wird so für einen Abend eine „Very Important Person“. Eine VIP-Karte umfasst nicht nur einen Logenplatz, sondern nach dem Spiel auch einen Empfang  in der Halle 32 mit Essen und Getränken.


Bürgermeister Frank Helmenstein stellte sich an die Schlange der jungen Leute und verteilte persönlich Infokarten an die neuen Studierenden, er warb so um neue Einwohner für seine „Handball- und Hochschulstadt“, wie er sie bezeichnete. 100 Euro Prämie bekommt jeder, der seinen ersten Wohnsitz in Gummersbach anmeldet und mindestens für ein Jahr behält. 2014 hatten über 200 „Ersties“ auf das Angebot reagiert und sich in der Kreisstadt angemeldet. Für die potenziellen Neubürger gibt es seit Mai 2014 59 neue Wohnmöglichkeiten im Wohnheim direkt neben der Hochschule.

Gummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein begrüßte jeden Studenten persönlich und sprach eine Prämie für jeden "Neubürger" Gummersbachs ausGummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein begrüßte jeden Studenten persönlich und sprach eine Prämie für jeden "Neubürger" Gummersbachs aus (Bild: Manfred Stern / TH Köln)

„Wir haben uns aus gesellschaftspolitischer Verantwortung gegen einen Numerus Clausus entschieden. Die Industrie braucht dringend Fachkräfte aus der Informatik und den Ingenieurwissenschaften, da können wir Studieninteressenten nicht einfach abweisen.“ so Dekan Prof. Dr. Christian Averkamp. Für den Ansturm hat die Hochschule ihre personellen und räumlichen Kapazitäten erweitert. Mit zusätzlichen Mitteln wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch Lehrbeauftragte, Professorinnen und Professoren eingestellt. Um den Neulingen beim Studienstart zu helfen, gibt es auch dieses Jahr ein umfangreiches Mentoringprogramm, bei dem ausgewählte und geschulte Mentoren aus höheren Semestern ihre neuen Kommilitonen informieren und beraten. Räumliche Entlastung wird im kommenden Jahr die Eröffnung des Neubaus neben der Hochschule und gegenüber der Schwalbe-Arena bringen, dann bekommt der Campus 1500 Quadratmeter dazu. 


Außer dem Dekan und dem Bürgermeister war auch der stellvertretenden Landrat, Prof. Dr. Friedrich Wilke, in die Schwalbe-Arena gekommen. Prof. Wilke, der auch nach seiner offiziellen Pensionierung noch Vorlesungen an der FH hält, verwies auf die Ausgehmöglichkeiten im direkten Umfeld der Hochschule  und das umfangreiche Veranstaltungsangebot. Dass in den Tälern des Oberbergischen Kreises eine Reihe von Weltmarktführern zu finden ist, machte Michael Sallmann in seiner Ansprache deutlich. Der Leiter der IHK-Geschäftsstelle Gummersbach verwies auf die zahlreichen Familienunternehmen, die attraktive und zukunftssichere Arbeitsplätze bieten.

Prof. Dr. Friedrich Wilke, stellvertretender Landrat verwies die Studenten auf das attraktive Ausgehangebot in und um GummersbachProf. Dr. Friedrich Wilke, stellvertretender Landrat verwies die Studenten auf das attraktive Ausgehangebot in und um Gummersbach (Bild: Manfred Stern / TH Köln)

Mit den rund 1.000 neuen Studierenden verzeichnet der Campus Gummersbach der TH Köln einen neuen Rekord:  jetzt sind über 4.800 junge Menschen am Gummersbacher Standort  eingeschrieben, vor einem Jahr waren es erst 4300.


Zu Beginn des Wintersemesters gab es eine deutliche Differenz zwischen Informatik- und Ingenieuranfängern: bei den zukünftigen Computer-Experten waren es über 600, bei den Anfängern in Maschinenbau und Elektrotechnik rund 400. Die geringere Zahl bei den Ingenieuranfängern im Wintersemester beruht zum Großteil darauf, dass bereits zum Sommersemester 2015 455 Erstsemester ihr Studium in den technischen Disziplinen aufnahmen, damit waren es im Jahr 2015 insgesamt über 800 „Ersties“ in den Ingenieurwissenschaften. Mit über 4850 Studierenden ist der Campus Gummersbach nach wie vor die größte der elf Fakultäten der FH Köln, sie stellt mehr als ein Fünftel aller Kommilitonen der TH Köln mit ihren rund 24.000 Studierenden. Die hohe Zahl von Anfängern spricht für den attraktiven Hochschulcampus in Gummersbach mit besten Kontakten zur Industrie und sein zukunftweisendes Studienangebot mit besten Jobaussichten, wie Dekan Averkamp in seiner Ansprache betonte.

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